Der Marienfeiertag wird zu Hoffnungsschimmer

Weihnachtsgeschäft kommt offenbar in Schwung

Der österreichische Handel schöpft aus dem Geschäftsverlauf am vergangenen Einkaufs-Feiertag — Samstag, 8. Dezember — neue Hoffnung für das Weihnachtsgeschäft insgesamt. Nach einem müden Verlauf davor, komme der Absatz doch in Schwung, bilanzierte gestern der Vizegeschäftsführer der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich, Roman Seeliger. Besonders gefragt gewesen seien bei den Kunden am Samstag Gutscheine, Kosmetika, Schmuck und Bekleidung, in Ansätzen auch Bücher und Spielwaren. Optimismus verbreitet Seeliger zudem mit der These, dass der Anteil der Kunden, die die Geschenke erst kurz vor dem Fest einkaufen, von Jahr zu Jahr wachse. Der Sprecher des Handels in Oberösterreich, Christian Kutsam, zeigte sich in der Prognose für das Weihnachtsgeschäft 2018 zuletzt „vorsichtig optimistisch.“ Verärgerung zeigte am Feiertag dagegen in seiner Predigt der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn darüber, „dass der Geschäftssinn den Feiertag und seine Bedeutung durchlöchert“. Dabei sei Maria Empfängnis „tief verwurzelt in der Geschichte Österreichs“.

Das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) und der Handelsverband rechnen heuer österreichweit im Dezember mit einem weihnachtsbedingten Mehrumsatz von 1,25 Mrd. Euro. Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen seien zwar positiv, allerdings habe der Handel in den vergangenen Monaten deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen müssen.