Wohnbauförderung: 0,75 % Fixzins auf 20 Jahre

Land OÖ zahlt bei Wohnbau-Förderung mehr als die Hälfte der Zinsen

Das Land OÖ legt jetzt bei der Wohnbauförderung nach. Nach dem letztjährigen Angebot mit 1-Prozent-Fixzins auf Wohnbaudarlehen, präsentierte am Donnerstag FPÖ-Wohnbaureferent LH-Stv. Manfred Haimbuchner eine verbesserte Variante: „Häuslbauer zahlen künftig nur einen fixen Zinssatz von 0,75 Prozent über die gesamte Laufzeit von 20 Jahren.

Das ist einzigartig in Österreich und gilt ohne Beschränkung in den Jahren 2020 und 2021.“ Laut Berechnung heißt das für ein gefördertes Darlehen in der Höhe 89.000 Euro (das entspricht dem üblichen Volumen), dass der Fördernehmer von der gesamten Zinslast von 14.384 Euro nur 6960 Euro, oder monatlich 29 Euro, zurückzahlen muss, und das Land OÖ die restlichen 7424 Euro übernimmt.

Als Partnerbank des Landes fungiert auch diesmal wieder die HYPO Oberösterreich, die dieses Fixzins-Modell durchgerechnet hat. „Die hohe Kompetenz im geförderten Wohnbau in Oberösterreich macht solche Lösungen im Sinne der Förderungswerber erst möglich“, sagte HYPO-Vorstandsdirektor Thomas Wolfsgruber.

„Mir ist kein Darlehensangebot mit einem Fixzinssatz von 0,75 Prozent auf 20 Jahre bekannt. Um dieses einzigartige Modell beneiden uns die anderen Bundesländer. Damit hat man eine Absicherung gegen steigende Zinsen in der Zukunft und auch absolute Planungssicherheit bei der Errichtung eines Eigenheims.“

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Die Förderzahlen sind laut Haimbuchner in den vergangenen Jahren relativ konstant geblieben: So sank die Zahl der Förderansuchen von 2017 auf 2018 um 105 auf 1418, wenngleich es zehn Jahre davor noch bis zu 3000 gewesen sind. Grund dafür sei vor allem die aktuelle Niedrigzinsphase bei den Banken.

SPÖ sieht Verhöhnung

„Viele können sich Eigentum nicht leisten“, sieht SPÖ-Klubvorsitzender Christian Makor den günstigen Fixzinskredit als „Verhöhnung der Mieter“. Die seit Jahren bestehenden Probleme bei der Wohnbeihilfe lasse Haimbuchner damit ungelöst, „er lässt die Mieterinnen und Mieter im Stich und konzentriert sich einseitig auf Eigentümer. Alle jene Menschen, die sich eine Wohnung oder ein Haus nicht leisten können oder gar auf Wohnbeihilfe angewiesen sind, sind die Verlierer dieser einseitigen blauen Parteipolitik“, so Makor.

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