Meinung

von Markus Ebert

100 Prozent

Leitartikel zum Bundesparteitag der ÖVP

Selbst wenn Karl Nehammer die ÖVP nicht in — von ihm selbst so apostrophierten — stürmischen Zeiten übernommen hätte, wäre es für den neuen ÖVP-Obmann und Bundeskanzler kaum gemütlicher.

Die Zeiten sind rau, die zu bewältigenden Probleme sind bekannt und groß. Bei dem, was vor ihm liegt, sind für Nehammer 100 Prozent Zustimmung bei der Wahl zum Bundesparteiobmann sicher eine zusätzliche Mutinjektion. Zusätzlich deswegen, weil es unbestritten ohne schon viel Mut braucht, in Zeiten wie diesen gleich mehrfach politische Verantwortung zu tragen.

Diese 100 Prozent sind zudem ein Signal an jene die glauben, die ÖVP waidwund schießen zu müssen — sinnbildlich dafür steht der sogenannte ÖVP-Korruptions-Untersuchungsausschuss. Aber diese 100 Prozent sind nicht nur ein Votum für Karl Nehammer, sondern auch der selbst erteilte Auftrag, die Volkspartei mit Geschlossenheit und — dem von Wolfgang Schüssel zu Recht eingeforderten — Kampf aus dem Wellental zu bringen.

Und schließlich sind diese 100 Prozent auch die Botschaft an den Koalitionspartner, dass sich die ÖVP nach den internen Turbulenzen wieder voll auf die Regierungsarbeit fokussiert — „als erste Diener dieses Landes“, wie Nehammer sagte.

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