110 Anzeigen nach Wiener Lebensmittelgeschäft-Kontrollen

In Corona-Zeiten würden einige Lebensmittelbetriebe und Klein-Supermärkte durch das Umgehen des Öffnungsverbots am Sonntag wirtschaftliche Vorteile zu erzielen versuchen.

Zu diesem Schluss kommt die Gruppe Sofortmaßnahmen in Wien, die am Sonntag mit dem Marktamt Schwerpunktkontrollen bei Betrieben durchgeführt hat. Von den 110 gelegten Anzeigen betraf fast die Hälfte das Öffnungszeitengesetz.

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Zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren im Einsatz, 54 Betriebe wurden unter die Lupe genommen. 50 der 110 Anzeigen bezogen sich auf Verstöße bezüglich des Verbots der Sonntagsöffnung, wurde in einer Aussendung am Montag informiert. Zusätzlich wurden diverse Corona-Schutzmaßnahmen nicht eingehalten – vom Ein-Meter-Abstand über fehlenden Mund-Nasen-Schutz bei Verkäufern und Kunden bis zu Brot und Gebäck, das mit bloßen Händen aus den Regalen genommen wurde.

Die Kontrolleure stießen zudem auf drei Lokale, die unbefugt aufgesperrt hatten und folglich behördlich sofort gesperrt wurden. Die Betreiber müssten mit erheblichen Geldstrafen rechnen, hieß es.

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„In dieser schwierigen Zeit steht der Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung im Vordergrund. Wenn jedoch mit Vorsatz die einschlägigen Gesetze und Spielregeln nicht eingehalten werden, müssen wir durch Kontrollen und Anzeigelegungen eingreifen“, warnte Einsatzteam-Leiter Walter Hillerer. Weitere Schwerpunktaktionen seien geplant.

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