120 Brände im Jahr: Investition in Blitzschutzanlagen rentiert sich

BVS: Zahl der ungeschützten Einfamilienhäuser noch viel zu hoch

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Die Blitzsaison steht bevor. Im Schnitt 20.000 sind es im Jahr in Oberösterreich. Dabei können die Einschläge verheerende Schäden an Gebäuden sowie an elektrischen und elektronischen Anlagen verursachen, warnt die Brandverhütungsstelle OÖ (BVS).

Obwohl die Gewitteraktivität in den letzten Jahren unterdurchschnittlich verlief, nimmt die Zahl der Blitzeinschläge in OÖ tendenziell zu. Und somit auch die Schäden. Im Schnitt 120 Brände durch Blitze verzeichnen die BVS-Experten jedes Jahr. 2012 waren die 273 Brände sogar die häufigste Brandursache in der Statistik.

„Schägt ein Blitz direkt in ein Gebäude ein, sind auch die Menschen im Inneren in Gefahr“, weiß Günther Schwabegger, Mitglied der Geschäftsführung.

Sicherheit geben Blitzschutzanlagen auf den Dächern, die Spannung in die Erde ableiten. Viele Häuser seien bereits damit ausgerüstet, doch die Anlagen sind erst ab 400 m² Wohnfläche verpflichtend und somit sei die Zahl der geschützten Einfamilienhäuser noch viel zu niedrig.

Die Experten raten allerdings dringend zur Investition (1.500 – 3.000 Euro) in eine solche Anlage. Denn wie eine Studie zeigt, werden tatsächlich fünf bis zehn Prozent der Anlagen innerhalb von fünf Jahren von einem Blitz getroffen, so Schwabegger: „Und die Bewohner merken meist gar nichts davon!“

Auch „indirekte“ Wirkung

Ein wirksamer Weg, um Schäden an Elektrogeräten und -Anlagen durch indirekten Blitzschlag – 20.000 gibt es im Jahr in OÖ – zu vermeiden ist der innere Blitzschutz. Bei neuen Stromversorgungsanlagen sind Überspannungsableiter bereits Standard, sie können aber auch nachgerüstet werden.

Für Schwabegger steht daher fest: „Jedes Haus braucht eine Blitzschutzanlage und einen wirksamen Überspannungsschutz, für den Personenschutz ebenso wie zur Vermeidung von Sachschäden!“

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