1350 Tonnen Müll landeten im Vorjahr auf Autobahnen in OÖ

Menge steigt seit Jahren immer mehr an

LINZ — Jedes Jahr landen Tausende Tonnen Müll nicht nur in den Containern und Müllkübeln der 51 Asfinag-Rastplätze und 87 Raststationen entlang der Autobahnen und Schnellstraßen, sondern leider auch direkt auf der Strecke. In ganz Österreich fielen im Vorjahr in Summe 8700 Tonnen Müll an. Allein in Oberösterreich wog der Müllberg 2018 etwa 1350 Tonnen. Knapp ein Viertel, etwas mehr als 2000 Tonnen österreichweit und mehr als 300 Tonnen in Oberösterreich, mussten die Mitarbeiter der Asfinag händisch aufsammeln. Die hohen Kosten verursachen dabei vor allem die während der Fahrt auf und neben die Autobahn geworfenen Gegenstände. In Summe kostete die Müllentsorgung im Vorjahr bereits mehr als 13 Millionen Euro.

Bedenklich ist dabei, dass die jährlichen Müllmengen stark steigen, was nur zum Teil mit dem gestiegenen Verkehrsaufkommen erklärbar sei. In ganz Österreich fielen 2017 in Summe 6760 Tonnen Müll an, die Entsorgungskosten beliefen sich auf etwas mehr als zehn Millionen Euro. In Oberösterreich waren es 2017 knapp 1300 Tonnen, 2018 sammelte und entsorgte die Asfinag aber bereits 1350 Tonnen Müll in Oberösterreich.

Auch wenn der größte Teil des Mülls ordnungsgemäß in dafür vorgesehenen Mistkübeln und Containern landet, kämpft die Asfinag gegen den sogenannten „Mülltourismus“. „Unsere Mitarbeiter finden auf den Rast- und Parkplätzen immer wieder auch normalen Hausmüll sowie alte Autoreifen und Bauschutt“, bestätigt Abteilungsleiter Heimo Maier-Farkas diese „billige, aber illegale Variante der Müllentsorgung“. Aber auch Fahrräder, Kühlschränke, Bänke oder Türen müssen von den Mitarbeitern der Autobahnmeistereien weggeräumt werden.

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