15-Jähriger bedrohte frühere Mitschüler aus Rache

Ein Bursch am Polytechnikum in Bad Leonfelden erhielt via WhatsApp ein Video, das den Versender beim Hantieren mit einer Pistole zeigt

BAD LEONFELDEN — Ein 15-Jähriger aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung hat laut Polizei drei ehemaligen Mitschülern an der Polytechnischen Schule in Bad Leonfelden gedroht, sie umzubringen. Er werde ihnen das Genick brechen und ins Gesicht schießen, soll der Bursch angekündigt haben. Zudem sendete er einem der Jugendlichen aus dem Bezirk Freistadt via WhatsApp ein Video, das ihn beim Laden einer Pistole zeigt.

Wie sich bei den Ermittlungen herausstellte, handelte es sich dabei um eine echt aussehende Schreckschusspistole, die dem Vater des Burschen gehörte und die er in dessen Büro gefunden hatte. Die Waffe wurde sichergestellt. Die Polizei zeigte den Teenager wegen gefährlicher Drohung an und verhängte über ihn ein vorläufiges Waffenverbot.

Hatten ihm die Freundschaft gekündigt

Laut Herwig Kerschbaumer, Pressesprecher der Bildungsdirektion, dürfte es sich bei der Drohung des Mühlviertlers, der sich vor dem Vorfall bereits von der Schule abgemeldet hatte, weil er eine Lehrstelle fand, um eine Racheaktion gehandelt haben. „Die Jugendlichen dürften sich überworfen haben, woraufhin die drei Schüler dem 15-Jährigen, der zuvor niemals negativ aufgefallen ist, die Freundschaft kündigten“, erläutert Kerschbaumer im Gespräch mit dem VOLKSBLATT.

An der Polytechnischen Schule selbst habe der Vorfall keine großen Wellen geschlagen. Daher seinen auch keinen Unterstützungsmaßnahmen wie die Beiziehung von Schulpsychologen notwendig.

Vorfälle wie diese würden an den oberösterreichischen Schulen leider immer wieder vorkommen. In der Regel reagiert die Behörde laut Kerschbaumer mit einer Suspendierung des Täters.hw