Busunglück auf Madeira – Überlebende fliegen am Samstag heim

Zwei Tage nach dem Busunglück mit 29 Toten auf der portugiesischen Insel Madeira sind am Karfreitag noch 16 Verletzte im Krankenhaus behandelt worden. In Lebensgefahr sei niemand mehr, zwei Patienten lägen aber weiterhin auf der Intensivstation, zitierte die Online-Zeitung “Observador” die Direktion der Klinik in der Inselhauptstadt Funchal. In ganz Portugal galt eine dreitätige Staatstrauer.

Die meisten der verletzten Deutschen sollen am Samstag zurück in die Heimat gebracht werden. Das bestätigte Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa nach einem Besuch im Krankenhaus Dr. Nelio Mendonca in der Inselhauptstadt Funchal. Insgesamt wurden am Karfreitag noch 16 Verletzte in der Klinik behandelt, davon 14 Deutsche.

Die besuchten Patienten hätten große Anerkennung und Dankbarkeit für die Helfer zum Ausdruck gebracht, zitierten portugiesische Medien Sousa.

Vom Auswärtigen Amt in Berlin hieß es zuvor bereits, ein Flugzeug der deutschen Bundeswehr stehe für die Rückkehr der Verletzten bereit. Das Krankenhaus empfahl aber, die Verletzten nicht schon am Freitag auszufliegen, wie Miguel Reis von der Klinikleitung sagte.

Der Reisebus mit Dutzenden deutschen Urlaubern war am frühen Mittwochabend in dem Ort Canico von der Straße abgekommen, hatte sich überschlagen und war einen Abhang hinunter auf ein Haus gestürzt. Als Ursache gilt ein Bremsversagen als wahrscheinlich, offizielle Ermittlungsergebnisse gab es aber noch nicht. Die Gruppe wollte zu einem typisch madeirischen Abendessen ins nahe gelegene Funchal und hatte gerade erst das Hotel verlassen, als der Unfall geschah.

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