20 Tote bei Luftangriffen und Gefechten in Syrien

Bei neuen Luftangriffen auf die syrische Rebellenbastion Idlib sind am Donnerstag laut Aktivisten mindestens fünf Zivilisten getötet worden. Die syrische Luftwaffe habe drei Ortschaften im Süden der Provinz bombardiert, erklärte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Demnach wurden zudem bei Gefechten um die Stadt Kafr Nabouda in der Nachbarprovinz Hama elf Jihadisten und vier Kämpfer der Regierungstruppen getötet.

Die Truppen von Syriens Machthaber Bashar al-Assad gehen seit April mit Unterstützung der russischen Luftwaffe verstärkt gegen die Jihadistenallianz Hayat Tahrir al-Sham vor, die den Großteil von Idlib kontrolliert. Bei einem Angriff auf einen belebten Markt wurden am Dienstagabend nach dem Fastenbrechen zwölf Zivilisten getötet, elf weitere starben am Mittwoch laut der Beobachtungsstelle bei Bombenangriffen in der Region.

Ihrer Zählung nach starben allein bei den Gefechten um die Stadt Kafr Nabouda zuletzt mehr als hundert Kämpfer. Die Beobachtungsstelle bezieht ihr Informationen von Aktivisten vor Ort. Für Medien sind sie zumeist nicht zu überprüfen. Eigentlich gilt in Idlib seit vergangenem September eine Waffenruhe zwischen Rebellen und Regierungstruppen, doch wurde die von Russland und der Türkei ausgehandelte Vereinbarung nie vollständig umgesetzt.

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