2021 wurde Höchstzahl an Doping-Tests erreicht

2021 ist wegen der Verlegung sportlicher Großereignisse aufgrund der Corona-Pandemie ein intensives Sportjahr gewesen, das spiegelt sich auch in der Statistik der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) wider.

Bei den nationalen Kontrollen wurde der bisherige Spitzenwert von 2019 um fünf Prozent auf 2.448 gesteigert. Die bestellten Proben dazugerechnet, ergibt sich der Rekordwert von 3.261 Dopingproben, die von der NADA gezogen wurden.

Das nationale Programm umfasste 2021 1.411 Urin- und 543 Blutproben außerhalb des Wettkampfes (OOC) sowie 403 Urin- und 91 Blutproben im Rahmen von Bewerben. Bestellt wurden 538 Urin- und 275 Blutproben, das bedeutete eine Steigerung von 116 Prozent im Vergleich zu 2020. Die meisten OOC-Proben wurden im Skisport gezogen, was freilich mit den Winterspielen in diesem Februar in China zusammenhing.

Abgeschlossen ist die sportrechtliche Aufarbeitung der „Operation Aderlass“. 17 Anti-Doping-Verfahren in Zusammenhang mit der Operation Aderlass wurden bisher geführt, 15 sind laut Jahresbericht rechtskräftig abgeschlossen und mit Sanktionen zwischen drei Jahren und lebenslangen Sperren belegt worden.

Zum aktuellen Zeitpunkt bedeutet dies eine Gesamtsperrdauer von 48,5 Jahren sowie drei lebenslangen Ausschlüssen, teilte die NADA in ihrem Geschäftsbericht mit.

Geschäftsführer Michael Cepic sieht das Nachwirken eines „Großereignisses“ wie die Operation Aderlass. „Das hinterlässt Spuren, da ist eine gewisse Schockstarre da. Das ist sicher ein Punkt, warum die Zahl der positiven Fälle abnimmt. Dazu wurden die Analyseverfahren verbessert und es gibt den biologischen Pass. Da muss man schon sehr komplex vorgehen, das schreckt Gott sei Dank eine große Gruppe ab“, sagte er am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

2021 gab es sechs auffällige Analyseergebnisse, drei zogen Verfahren nach sich, drei hatten wegen gültiger, medizinischer Ausnahmegenehmigungen keine Folgen. Dazu kamen zwei nichtanalytische Beweisverfahren, die ebenfalls abgeschlossen wurden.

Bedingt durch die Corona-Pandemie gingen im Bereich der Prävention die Schulungen in Präsenz von 353 auf 140 zurück, allerdings erhöhte sich die Anzahl der eLearning-Abschlüsse von 2.048 (2019) auf 4.966 (2021).

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