21-Jähriger wollte Ex-Freundin und seine beiden Töchter töten: Anklage

Versuchter Mord und schwere Körperverletzung — Mann droht lebenslang

Polizeiauto mit eingeschaltetem Blaulicht
Polizeiauto mit eingeschaltetem Blaulicht © pattilabelle - stock.adobe.com

RIED/IKR. — Eine unfassbare Familientragödie hat sich Mitte Juli im Innviertel ereignet. In Rainbach (Bez. Schärding) wollte ein 21-Jähriger seine ehemalige Lebensgefährtin (27), deren Tochter (5), den gemeinsamen Sohn (10 Monate) und auch sich selbst töten. Nur mit viel Glück entkamen die Opfer dem Tod.

Nachdem der Mann laut psychiatrischem Gutachten zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig war, wobei er allerdings eine Narzisstische Persönlichkeitsakzentuierung aufweist, hat die Staatsanwaltschaft Ried Anklage wegen Mordversuchs und absichtlicher schwerer Körperverletzung erhoben.

Schutzschalter rettete Kindern das Leben

Zunächst würgte der 21-Jährige die Frau im Schlafzimmer bis zur Bewusstlosigkeit. Dann ging er mit den beiden Kindern ins Badezimmer, ließ Wasser in die Wanne, setzte sie hinein, stellte selbst einen Fuß ins Wasser und warf dann einen Toaster hinein. Allerdings fiel der Schutzschalter und machte den perfiden Plan des Innviertlers zunichte.

Der Angeklagte gab aber nicht auf, so Alois Ebner, Sprecher der Staatsanwaltschaft Ried im VOLKSBLATT-Gespräch: Mit dem Mädchen ging er anschließend ins Schlafzimmer und drehte dort zwei Gaskartuschen auf. Durch Schreie der Fünfjährigen kam die Frau zu sich. Diesmal gab der 21-Jährige auf. Er öffnete ein Fenster und floh aus dem Haus. Schließlich flüchtete auch die Frau mit ihren Kindern.

Laut Ebner droht dem Angeklagten, der sich schuldig bekannte, lebenslange Haft. Wann der Prozess vor dem Geschworenengericht stattfindet, steht noch nicht fest.

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