Starkes Plus an Corona-Todesfällen durch Datenanpassung

Nach einer Datenbereinigung haben die österreichischen Behörden für die vergangenen 24 Stunden 218 Covid-19-Tote gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind somit in Österreich bereits 4.982 Menschen an oder mit SARS-CoV-2 gestorben. In den Zahlen vom Donnerstag sind 120 zusätzliche Todesfälle aufgrund eines Datenabgleichs mit der AGES aus Wien enthalten. Oberösterreich hat indes als erstes Bundesland die Marke von 1.000 Corona-Toten überschritten.

Zu Mittag waren auf der Homepage des Landes 1.017 Todesfälle ausgewiesen, in der Früh waren es 999 gewesen. Unter den Toten befinden sich sieben, die jünger als 50 Jahre alt sind. Wien hat indes bei der Erfassung der Toten auf die Zählweise der AGES umgestellt, hier kamen 135 Tote hinzu, von denen 15 aktuell sind. In Vorarlberg wiederum gibt es ein minus von vier Toten. Das resultiert laut Innenministerium aus einem gestrigen Tippfehler durch Vorarlberg.

In den vergangenen 24 Stunden kamen laut Innen- und Gesundheitsministerium 2.485 Neuinfektionen hinzu. Im Schnitt der vergangenen sieben Tagen waren es täglich 2.734 Neuinfektionen. 33.531 Menschen galten am Donnerstag als aktiv infiziert – das sind etwas mehr als der Tiroler Bezirk Reutte Einwohner hat. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage sank auf 215. Den knapp 2.500 Neuinfektionen standen 3.273 neu Genesene gegenüber. Seit Beginn der Pandemie wurden in Österreich 332.828 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

Insgesamt mussten am Donnerstag 3.220 Menschen im Spital behandelt werden, 190 weniger als am Mittwoch. Im Wochenvergleich beträgt der Rückgang minus 15 Prozent. Vergangenen Donnerstag lagen noch 3.780 Covid-19-Patienten in Spitälern. Auf den Intensivstationen mussten am Donnerstag 530 Erkrankte behandelt werden – 18 weniger als am Mittwoch und 55 Patienten bzw. 9,4 Prozent weniger als am Donnerstag der Vorwoche.

In den vergangenen 24 Stunden kamen österreichweit 28.216 Tests hinzu. Mit 2.485 Neuinfektionen beträgt die Positivrate 8,8 Prozent. Am Tag mit den höchsten Neuinfektionen – 9.586 wurden am 13. November eingemeldet – lag die Positivrate bei 24,7 Prozent. Im Schnitt wurden in der vergangen Woche täglich 24.725 Tests eingemeldet, der Durchschnitt lag Anfang des Monats schon bei mehr als 30.000. Im Schnitt fielen 11,1 Prozent der Test in der vergangenen Woche positiv aus. Die Zahl der bisher durchgeführten Tests stieg auf mehr als 3,5 Millionen.

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Besonders dramatisch ist weiterhin die Entwicklung der Todesfälle in Österreich. Mit der Datenbereinigung stieg die Zahl der Toten auf fast 5.000 an. In den vergangenen sieben Tagen starben im Schnitt 117 Menschen täglich im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankungen, die Zahl der Toten stieg in einer Woche um 819. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 9,2 – das heißt, dass in der vergangenen Woche pro 100.000 Einwohner rund neun Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben sind.

In absoluten Zahlen gibt es bisher mit beinahe 1.000 Toten die meisten in Oberösterreich, 909 in Wien und 886 in der Steiermark. Sieht man sich die Todeszahlen pro 100.000 Einwohner an, starben bisher mit durchschnittlich 74,1 deutlich am meisten Menschen in Kärnten. In der Steiermark waren es 71,1 Tote pro 100.000 Einwohner, in Oberösterreich 67 und in Tirol 56,9. Im Burgenland starben an oder mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie 52,3 Menschen pro 100.000 Einwohner, in Salzburg 49,8 und in Vorarlberg 48,8. In Wien sind es 47,6 Tote pro 100.000 Einwohner und Niederösterreich verzeichnet mit 42,5 Tote den geringsten Wert. Österreichweit starben pro 100.000 Einwohner 56 Menschen an oder mit Covid-19.

Die meisten Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden wurden mit 513 in Wien verzeichnet, 482 waren es in Oberösterreich. In Niederösterreich kamen 375 neue Fälle hinzu, in der Steiermark 358 und in Tirol und Kärnten jeweils 190. 182 Neuinfektionen meldete Salzburg, 114 Vorarlberg und im Burgenland waren es 81.

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