26 Tote bei Überschwemmungen in Jakarta

In der indonesischen Hauptstadt Jakarta sind bei Überschwemmungen und Erdrutschen 26 Menschen ums Leben gekommen. Zehntausende mussten wegen der schwersten Regenfälle seit mehr als 20 Jahren ihre Häuser verlassen. Die Meteorologen sagten am Donnerstag voraus, dass das extreme Wetter noch bis zum Dienstag anhalten werde.

In einigen Teilen Jakartas sowie in Städten in der Umgebung kam es zu erheblichen Störungen. Zugverbindungen waren unterbrochen. Der Strom fiel aus. Nach heftigen Regenfällen zu Silvester und in den ersten Stunden des Neujahrstages waren weite Gebiete überflutet. Zudem kam es zu Springfluten. Hunderte Pumpen wurden eingesetzt, um das Wasser aus den Häusern zu entfernen.

Die Behörden teilten zunächst mit, dass 62.000 Menschen allein in Jakarta in Sicherheit gebracht werden müssten. Später war von 35.000 Anrainern die Rede, die ihre Häuser verlassen mussten. Im Großraum Jakarta leben mehr als 30 Millionen Menschen.

Präsident Joko Widodo betonte, Evakuierungen und Sicherheitsmaßnahmen müssten Vorrang haben. Er rief auch zu einer besseren Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und der Staatsregierung auf. Widodo machte Verzögerungen bei Infrastrukturprojekten im Hochwasserschutz für die Überschwemmungen verantwortlich. Einige Projekte seien seit 2017 aufgrund von Problemen beim Landerwerb verzögert worden, schrieb er auf Twitter.

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