300 Mio. Dollar Strafe für Fiat Chrysler im Dieselskandal

Der Autobauer Fiat Chrysler hat sich im Dieselskandal der Verschwörung zum Betrug für schuldig bekannt und der Zahlung einer Geldstrafe von 300 Millionen Dollar (280 Millionen Euro) zugestimmt. Wie der stellvertretende US-Generalstaatsanwalt Kenneth Polite am Freitag mitteilte, war der Autobauer „an einem mehrjährigen Plan zur Irreführung von US-Aufsichtsbehörden und Kunden beteiligt“.

Fiat Chrysler wurde beschuldigt, „Abschalteinrichtungen“ in Dieselautos eingebaut zu haben, um Abgasnormen zu umgehen. Betroffen waren die Diesel-Modelle Ram 1500 und Jeep Grand Cherokee der Modelljahre 2014 bis 2016.

Fiat Chrysler hatte ähnlich wie Volkswagen und andere Autobauer eine Software verwendet, die amtliche Emissionstests erkannte und die Fahrleistung entsprechend anpasste. Im realen Betrieb stießen die Autos hingegen deutlich mehr Stickoxide und andere Schadstoffe aus als erlaubt.

2019 hatte der Konzern bereits einem zivilrechtlichen Vergleich in Höhe von 515 Millionen Dollar zugestimmt. Der Autobauer rief zudem mehr als 100.000 Dieselfahrzeuge in den USA zurück und reparierte sie, was etwa 185 Millionen Dollar kostete.

Mit der jüngsten Einigung mit den Justizbehörden wurde das Strafverfahren jedoch nicht aufgehoben. Die förmliche Verurteilung in der Strafsache ist für den 18. Juli angesetzt. Drei Mitarbeiter des Konzerns sind ebenfalls angeklagt und warten auf ihren Prozess.

Der Dieselskandal war bereits 2015 bekanntgeworden. Das Verfahren gegen Fiat Chrysler hatte sich jedoch hingezogen, weil der Autobauer die Vorwürfe bestritt.

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