360 Filme aus 70 Ländern beim Kurzfilmfestival Vienna Shorts

Mit 360 Filmen aus 70 Ländern gehen die „Vienna Shorts“ von 25. bis 30. Mai in ihre 19. Runde. Weniger als in den vergangenen Jahren ist das Kurzfilmfestival von der Corona-Pandemie geprägt: Mit dem Ende der Reisebeschränkungen kommen nun wieder mehr internationale Filmschaffende nach Wien, mit dem Wegfall der Sperrstunde kommt außerdem die Late-Night-Schiene zurück. Das seit 2020 ausgebaute Filmportal wird bleiben, erstmals gibt es auch eine App zum Festival.

Eröffnet werden die Vienna Shorts am 25. Mai im Wiener Gartenbaukino – man begibt sich laut Aussendung „auf eine kinematografische Zeitreise von den 1960er-Jahren bis heute“. Bei diesem Zeitsprung mit dabei sind neben drei österreichischen Filmen internationale Produktionen wie Norman McLarens Klassiker „Opening Speech“ und Spike Jonzes Feel-Good-Video zu „Praise You“ von Fatboy Slim.

Vier Wettbewerbe wird es geben, darunter der Österreichische Musikvideopreis. Dabei mischen etwa die Bands Attwenger, Klangkarussell, HVOB und Ja, Panik mit. Fast alle Preise seien an die Inflation angepasst worden, wird in der Aussendung erklärt, weshalb es im Wettbewerb erstmals um knapp 25.000 Euro geht. Erstmals vergibt die Arbeiterkammer Wien einen „Social Responsibility Award“, der mit 2.000 Euro dotiert ist.

„Mit unserem diesjährigen Fokus richten wir den Blick auf unseren kollektiven Erfahrungsschatz“, berichtete Daniel Ebner, künstlerischer Leiter des Festivals. „Auf bewegte Bilder und bewegende Filme, die als Rohstoffe unseres Gedächtnis in den Archiven lagern und mit den Erinnerungen, Wahrnehmungen und Deutungen von heute verschmelzen.“ So widmen sich etwa Gastprogramme des italienischen Archivfilmfestivals Cinema Ritrovato und des National Film Board of Canada der Frage nach dem Blick von heute auf das Filmmaterial von einst.

Im Festival-Lineup finden sich außerdem zahlreiche Filme prominenter Namen – gezeigt wird Historisches von Jean Vigo, Chantal Akerman und Alice Guy, aber auch Aktuelles von Jan Soldat, Kurdwin Ayub und Nikita Diakur. Verpasst man Wettbewerbsfilme, so kann man diese bis zum 30. Juni online im Filmportal nachholen; auch exklusiv für das Filmportal kuratierte Programme stehen auf dem Plan. Neu ist eine kostenlose App, mit der der Festivalbesuch geplant werden kann – sie soll etwa ab dem 20. Mai erhältlich sein.

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Der Einfluss des Ukraine-Krieges macht vor den Vienna Shorts nicht Halt: Während staatlich geförderte Filme aus Russland und Belarus nicht zugelassen sind, dürfen unabhängige russische Filmschaffende allerdings sehr wohl teilnehmen. Im Programm sind elf ukrainische Filme vertreten, zwei Programme werden von den ukrainischen Artists in Residence Olha Raiter und Olena Syrbu kuratiert.

Zentrales Festivalkino ist einmal mehr das Stadtkino im Künstlerhaus – hier sind alle Wettbewerbsprogramme zu sehen. Aber auch andere Standorte machen mit: Die Verleihung des Österreichischen Musikvideopreises soll im Metro Kinokulturhaus stattfinden, das Österreichische Filmmuseum wird Bühne für die kolumbianisch-französische Filmemacherin Laura Huertas Millán, der eine Personale gewidmet ist. Das Wild im West dient als neue Open-Air-Location, komplett mit Konzerten, Foodtrucks und Leinwand in der Baulücke in der Mariahilfer Straße 166-168. Hier werden die Programme „Très Chic“ und „Ukraine. In Freud und Leid“ gezeigt, der Eintritt ist frei.

(S E R V I C E – „Vienna Shorts“ von 25. bis 30. Mai im Kino und von 25. Mai bis 30. Juni online, Programm und Tickets unter )

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