37.400 Oberösterreicher landeten im Vorjahr nach Stürzen im Spital

Platz 1 der häufigsten Unfallarten — KFV: Gefahren beseitigen

37.400 Oberösterreicher verletzten sich im Vorjahr bei Stürzen im Haushalt derart schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Damit liegt OÖ am negativen dritten Platz nach NÖ (37.700) und Wien (45.600). Österreichweit waren es 214.000 Sturzopfer. Das berichtet das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV). Damit belegen Stürze auch Platz eins der häufigsten Unfallarten.

Grundsätzlich lauern im Alltag zahlreiche Sturzgefahren. Im Haushalt zählen insbesondere Stolperfallen und glatte Untergründe (62 Prozent), Aufstiegshilfen, wie Leitern (20 Prozent) und Treppen (18 Prozent) zu den Spitzenreitern. Unachtsamkeit und Hektik sind häufig die Ursache für Sturzunfälle.

Ältere sind gefährdeter, zumeist Knochenbrüche

Aufgrund der eingeschränkten Mobilität, verminderter Reaktionsfähigkeit und Sehbehinderungen sind besonders ältere Personen einem höheren Sturzrisiko ausgesetzt. Das zeigt auch die Statistik: 56 Prozent aller Verletzten, die nach einem Sturz im Spital behandelt wurden, sind mindestens 65 Jahre alt.

Am häufigsten ist nach einem Sturz das Handgelenk (11 Prozent) verletzt, gefolgt vom Fußgelenk (10 Prozent), Oberschenkel und Unterarm (je 8 Prozent). Die Verletzungen reichen von Knochenbrüchen (64 Prozent) bis hin zu Prellungen (13 Prozent).

„Es ist äußerst wichtig, sich diesen Haushaltsgefahren bewusst zu werden, um Verletzungen effektiv verhindern zu können“, betont Johanna Trauner-Karner, Leiterin des Bereichs Sport- und Freizeitsicherheit im KFV. Zu den Stolperfallen zählen etwa Nässe, glatte Fußböden, Teppiche und Bodenunebenheiten (etwa Türschwellen) oder Kabeln.

Diese Fallen gilt es zu beseitigen, etwa durch ausreichend Licht, Kennzeichnen von Schwellen mit Leuchtstreifen. Dazu kommt, Laufwege freizuhalten nur geprüfte Aufstiegshilfen zu verwenden und überhaupt Stress und Hektik bei Arbeiten daheim zu vermeiden.

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