Es bleibt überdurchschnittlich heiß in Österreich

Heißester Tag des Jahres mit 37,7 Grad in Seibersdorf © APA/dpa/Frank Rumpenhorst

Mit 37,7 Grad in Seibersdorf in Niederösterreich hat es am Donnerstag den bisher heißesten Tag des Jahres in Österreich gegeben. Über das Wochenende bleibt es überdurchschnittlich heiß. Erst am Dienstag liegen die Temperaturen in weiten Teilen des Landes wieder unter 30 Grad, geht aus der Prognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hervor. Am Donnerstag war der Hitzehotspot im Osten, in der Westhälfte gab es nur vereinzelt Temperaturen über 30 Grad.

Hinter Seibersdorf folgten mit den Tageshöchstwerten am späten Nachmittag Mattersburg im Burgenland mit 37,1 Grad und Bad Deutsch-Altenburg in Niederösterreich mit exakt 37 Grad. Vom Österreich-Rekord blieben die Temperaturen damit noch ein Stück entfernt. Dieser liegt bei 40,5 Grad, gemessen in Bad Deutsch-Altenburg am 8. August 2013.

In der Wiener Innenstadt wurden 36,1 Grad gemessen. Erst an 23. Stelle der 280 ZAMG-Messstationen lag mit 35,2 Grad in Ferlach in Kärnten ein Ort außerhalb der drei östlichen Bundesländer. Heißester Ort der Steiermark war Bad Radkersburg mit 34,7 Grad, in Tirol Lienz mit 34,2, in Oberösterreich Enns mit 31,7, in Salzburg Tamsweg mit 29,3 und in Vorarlberg hatte es in Feldkirch immerhin 27,7 Grad. Am Vortag war der österreichische Hitzepol mit 37,0 Grad Celsius an der Messstation Innsbruck Universität gelegen.

Der Freitag startet laut ZAMG-Prognose im Nordosten mit nächtlichen Störungsresten, die sich bald auflösen. Davon abgesehen überwiegt insgesamt der sonnige Wettercharakter. Vor allem über dem Berg- und Hügelland bilden sich jedoch im Tagesverlauf ein paar Quellwolken. Mit ihnen können lokale gewittrige Schauer nicht völlig ausgeschlossen werden. Der Wind kommt zunehmend aus südlichen Richtungen und weht aber nur am nördlichen Alpenrand mitunter mäßig. Von zwölf bis 24 Grad in der Früh steigen die Temperaturen tagsüber auf 27 bis 36 Grad, mit den höchsten Werten am Alpenostrand.

In den meisten Landesteilen startet der Samstag mit Sonnenschein und trocken. Von Westen erreichen jedoch bald erste Störungsausläufer den Ostalpenraum und ziehen in der Folge bis zum Nachmittag mit Regenschauern und auch Gewittern ostwärts. Erst während der Abendstunden nimmt die Schauer- und Gewitterneigung generell ab. Mit den Niederschlägen dreht der Wind auf West bis Nordwest und lebt dabei vor allem im Norden und Osten mäßig bis lebhaft auf. In der Früh zeigt das Thermometer 15 bis 23 Grad. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 24 bis 36 Grad, am wärmsten bleibt es im äußersten Osten und Südosten.

Nach Störungsabzug steht der Alpenraum am Sonntag im Einfluss einer nordwestlichen Höhenströmung. Am Boden nimmt der Luftdruck wieder zu. Damit kommt es bei insgesamt recht sonnigen und abermals hochsommerlichen Temperaturen vor allem im Bergland zu kurzen Regenschauern. Isolierte Gewitter sind am ehesten zwischen Osttirol und dem Südburgenland möglich. Der Wind kommt mäßig aus West bis Nordwest mit Frühtemperaturen zwischen 13 und 21 Grad sowie Höchstwerte zwischen 27 und 34 Grad.

Mit abnehmendem Bodendruck sowie an der Vorderseite eines Tiefs mit Zentrum über der Norwegischen See gelangt am Montag der Ostalpenraum abermals in eine markante, subtropische Südwestströmung. Damit steigen erneut die Temperaturen in ganz Österreich in tiefen Lagen deutlich über 30 Grad an. Im Westen nimmt bereits am Vormittag die Gewitterneigung zu und breitet sich im Tagesverlauf zumindest bis in das Salzkammergut und Oberkärnten aus. Am Alpenostrand lebt der heiße Wind aus Südost spürbar auf.

Am Dienstag hat bereits in den frühen Morgenstunden eine Kaltfront den Westen Österreichs mit Gewittern und teils ergiebigen Regenschauern erreicht und zieht rasch nach Osten weiter. Bis zu Mittag breitet sich somit die Gewitter- und Niederschlagstätigkeit auf das ganze Bundesgebiet aus. Am Nachmittag lockert es von Westen her mit ansteigendem Luftdruck wieder auf, nur noch im Nordstau sind Störungsreste wetteraktiv. Beim Störungsdurchzug lebt der Westwind kräftig auf. Erstmals seit Tagen liegen die Tageshöchsttemperaturen in weiten Teilen wieder unterhalb der 30 Grad-Marke.

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