40 bis 60 cm Schnee erwartet: ZAMG ruft höchste Warnstufe aus

Neuschneezuwachs vor allem am Mittwoch und Donnerstag erwartet — Enorme Infrastrukturprobleme werden in den Nordstaulagen befürchtet

Nach wie vor gesperrt war am Dienstag auch die Zugverbindung von Steeg-Gosau nach Stainach-Irdning. © ÖBB/Mühlanger

LINZ – Schneewarnstufe Rot hat die ZAMG zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen ausgerufen — Davon betroffen sind auch Teile Oberösterreichs. Zumindest bis Freitag wird es in den Nordstaulagen der Alpen (oberhalb von 500 Metern) anhaltend schneien, zudem weht am Mittwoch und Donnerstag stürmischer Wind mit bis zu 70 (Tal) bzw. 100 km/h, berichtet die Landeswarnzentrale der Feuerwehr. Die Wetterexperten rechnen etwa zwischen Mondsee und Rosenau — in diesem Bereich herrscht Alarmstufe Rot — mit Neuschneemengen von 40 bis 60 Zentimetern. Dort ist auch mit Beeinträchtigungen der Infrastruktur zu rechnen, Straßen und Schienenwege können unpassierbar werden, Bäume drohen zu knicken und die Lawinengefahr steigt an.

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Alarmstufe Orange herrscht in den übrigen Bereichen der Nordstaulagen im Salzkammergut und in den Bezirken Kirchdorf und Steyr-Land (oberhalb von 500 M). Die Feuerwehr rät, Verhaltensregeln der Behörden dringend einzuhalten.

Weitere Stromausfälle, gefährliche Arbeiten

Mit den erneuten Schneefällen ist es auch am Dienstag wieder zu Stromausfällen im Mühlviertel gekommen. „Die Situation bleibt angespannt, der Schwerpunkt hat sich vom unteren Mühlviertel etwas nach Norden verschoben“, hieß es vom Stromversorger Linz AG. Um sieben Uhr seien 1600 Kunden ohne Strom gewesen, bis 8.30 Uhr nur mehr 27. Man arbeitet mit Hochdruck, um die Stromversorgung wiederherzustellen, 50 Leute waren in dem Gebiet unterwegs. Für die Techniker war es eine gefährliche Aufgabe, weil Leitungen zum Teil enorm gespannt waren. Von den Stromausfällen betroffen waren vor allem der Bezirk Freistadt mit Windhaag, Sandl, Rainbach. Bis 13 Uhr waren alle Anlagen aber wieder am Netz. Nur noch vereinzelt mussten Störungen behoben werden. „Wir bleiben jedoch in Bereitschaft“, hieß es beim Energieversorger.

Aufgrund der drohenden Lawinengefahr blieben zahlreiche Straßen und Pässe gesperrt. vor allem zwischen den Bundesländern Oberösterreich und Steiermark. Gefahr durch Schneebruch drohte auf Straßen im ganzen Land, ebenso waren viele Verbindungen wegen umgestürzter Bäume oder Aufräumarbeiten nach Unfällen nicht passierbar.

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