400 Almen in Oberösterreich werden aktiv bewirtschaftet

Allerdings mehr als 200 weniger Auftreiber als noch vor 20 Jahren

In Oberösterreich werden 400 Almen aktiv bewirtschaftet. Die Tiere wurden in den vergangenen Jahren weniger.
In Oberösterreich werden 400 Almen aktiv bewirtschaftet. Die Tiere wurden in den vergangenen Jahren weniger. © HBLA St. Florian

Während die Anzahl der Almen in Oberösterreich stabil bleibt, befinden sich immer weniger Tiere auf den Almen bzw. finden sich auch immer weniger Auftreiber.

638 Almen gibt es aktuell im Land, rund 400 davon werden aktiv bewirtschaftet. Seit dem Jahr 2000 gab es bei der Anzahl der Tiere Rückgänge. Hatten damals noch 859 Auftreiber 4935 Rinder auf die Almen gebracht, waren es 2020 nur mehr 636 Auftreiber, die 4653 Tiere zur Alpung brachten.

Weniger Pferde, Schafe

Bei den Rindern sind weniger Kühe auf den Almen als vielmehr weibliche Jungrinder

mit dem Schwerpunkt Zuchtvieh. Wichtig für die Pflege der Almen sind auch Pferde,

Schafe und Ziegen aufgrund ihres andersartigen Fressverhaltens. Im Jahr 2000 waren

1330 Pferde, Schafe und Ziegen auf den Almen, 2020 rund 1100 Tiere.

„Die Abnahme der Auftreiber reißt ein Loch in die benötigten Arbeitskräfte für die viele

Handarbeit auf den Almen im schwierigen Gelände. Die oberösterreichischen Auftreiber schaffen einen Tierbesatz auf der förderfähigen Futterfläche von knapp einer Großvieheinheit pro Hektar und einen Tierbesatz von 0,1 Großvieheinheiten pro Hektar Katasterfläche“, kommentiert Landwirtschaftskammer-OÖ-Präsidentin Michaela Langer-Weninger die Entwicklung.

Eine Großvieheinheit entspricht in etwa einer Kuh. Die Futtergrundlage könnte eine höhere Tierzahl versorgen, allerdings ist das mit den vorhandenen Arbeitskräften nicht machbar. „Trotzdem ist die Futterversorgung für die Tiere gewährleistet“, so Langer-Weninger.

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