47-Jährige wegen Mordversuchs in Korneuburg in U-Haft

Eine 47-Jährige soll ihrem Ex mit einem Messer an einem Bahnhof im Bezirk Hollabrunn aufgelauert haben. Der Mann konnte den Angriff abwehren, er wurde dabei leicht am Arm verletzt, bestätigte Friedrich Köhl von der Staatsanwaltschaft Korneuburg am Donnerstag auf Anfrage einen „NÖN“-Bericht. Gegen die Verdächtige wird wegen versuchten Mordes ermittelt, sie sitzt in Korneuburg in Untersuchungshaft.

Der Vorfall soll sich bereits vergangenen Sonntag gegen 19.00 Uhr zugetragen haben. Der Mann hatte laut Anklagebehörde am Wochenende sein Besuchsrecht ausgeübt und brachte die beiden gemeinsamen Kinder mit dem Zug zurück, am Bahnhof übergab er sie seiner Ex-Schwiegermutter. Als die Kinder weg waren, soll die 47-Jährige ein Messer aus ihrer Handtasche geholt und damit ihren Exmann attackiert haben. Das Opfer erlitt eine Abwehrverletzung am Arm und lief davon, in einem Haus wurde dem 31-Jährigen laut „NÖN“ Zuflucht gewährt.

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Die 47-Jährige sei ihrem Ex nachgefahren und habe sich dann der Polizei gestellt, sagte Köhl. „Als Motiv hat sie angegeben, dass sie ihren Ex-Mann hasst“, so der Staatsanwalt.