5 Prozent als „stolze Forderung“

Offensiver Verhandlungsstart der Arbeitnehmervertreter beim Ringen um Metaller-KV

Die Verhandlungen um den neuen Metaller-KV begannen mit offensiven Forderungen der Arbeitnehmerseite.
Die Verhandlungen um den neuen Metaller-KV begannen mit offensiven Forderungen der Arbeitnehmerseite. © industrieblick - stock.adobe.com

Ein heißer Herbst war seitens der Gewerkschaften angekündigt worden, beim Auftakt zu den Verhandlungen am Donnerstag um den neuen Metaller-Kollektivvertrag gingen die Arbeitnehmervertreter auch gleich in die Vollen. 5 Prozent Lohnplus, dazu eine deutliche Erhöhung der Zuschläge für Arbeit ab der neunten Stunde sowie eine starke Anhebung der Lehrlingsentschädigung – mit diesen wenig zurückhaltenden Forderungen geht man in die Verhandlungen. „Wir wissen, das ist eine stolze Forderung, aber diese kommt von stolzen Arbeitnehmern“, gab sich PRO-GE-Chef Rainer Wimmer selbstbewusst.

„Nicht nachvollziehbar“

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Wenig anfangen konnte man mit den Forderungen auf Arbeitgeberseite, vor allem das 5-Prozent-Plus sei nachvollziehbar. „Wir bekennen uns zu einem fairen Abschluss. Aber wir sind der falsche Adressat, wenn die Gewerkschaft mit der Bundesregierung unzufrieden ist“, sagte Christian Knill, Obmann des WKÖ-Fachverbands Metalltechnische Industrie.

Überstundenabgeltung

Neben dem Lohnplus stürzt sich die Gewerkschaft auf die Arbeitszeitregelungen. Nach der neunten Arbeitsstunde soll an einem Wochentag ein Zuschlag von mindestens 75 Prozent gewährt werden. Für Arbeit nach der zehnten Arbeitsstunde an einem Wochentag gebühre ein Zuschlag von mindestens 100 Prozent und eine auf die zulässige Arbeitszeit anzurechnende bezahlte Pause von 15 Minuten. Bei allen Überstunden sollen die Arbeitnehmer entscheiden können, ob diese in Freizeit oder Geld abgegolten werden. Ebenso sollen Schicht- und Nachtarbeitszulagen als Freizeit verbraucht werden können.