50 Jahre Informatik an der JKU

Die Geburtsstunde des Informatikstudiums in Österreich schlug anno 1969 in Linz

V. l.: Bernd Greifeneder (Dynatrace), Christoph Steindl (Catalysts), Helmut Fallmann (Fabasoft), JKU-Rektor Meinhard Lukas, Hanspeter Mössenböck (JKU) und Joseph A. Paradiso (MIT Media Lab, USA)
V. l.: Bernd Greifeneder (Dynatrace), Christoph Steindl (Catalysts), Helmut Fallmann (Fabasoft), JKU-Rektor Meinhard Lukas, Hanspeter Mössenböck (JKU) und Joseph A. Paradiso (MIT Media Lab, USA) © JKU

Allen Grund zu Feiern gab es gestern an der Linzer Johannes Kepler Universität (JKU): Denn vor 50 Jahren schlug dort die Geburtsstunde des Informatikstudiums in Österreich – an der jungen Linzer Hochschule für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, wie die JKU damals noch hieß. Und diese Gründung wurde gestern entsprechend gefeiert.

„Der Pioniergeist wurde der JKU schon in die Wiege gelegt. Als erste Universität in Österreich wurde mit Informatik ein Studium etabliert, an dessen Erfolg damals nur wenige glaubten. Der Erfolg hat gezeigt, dass es Mut sowie visionäres Denken und Handeln braucht, um innovativ zu forschen und zu lehren. Die JKU hat diese Werte verinnerlicht und stets in die Zukunft geblickt und mit neuen Studienrichtungen wie Mechatronik und Artificial Intelligence Pionierarbeit geleistet“, zeigte sich JKU-Rektor Meinhard Lukas erfreut.

In den 50 Jahren ist das Angebot an Informatikstudien und informatiknahen Studiengängen in Österreich auf 20 Bachelor- und 30 Masterprogramme angewachsen. Zur Stärkung der Zusammenarbeit an österreichischen Universitäten haben sich diese mit Unterstützung der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG) zum Verein Informatik Austria zusammengeschlossen und mit der Erstellung einer sogenannten „Durchlässigkeitsmatrix“ eine Übersicht zum Zusammenspiel dieses Bildungsangebots geschaffen. „Die Linzer Informatik hat sich nicht nur als wichtige Partnerin für die regionale Wirtschaft etabliert, sondern vor allem in den letzten 15 Jahren durch die wissenschaftlichen Leistungen unserer Forscherinnen und Forscher hohes internationales Ansehen erreicht“, sagte Hanspeter Mössenböck, Leiter der Studienkommission Informatik an der JKU, gestern auf einem Pressegespräch in Linz.

Etliche Kooperationen mit der Wirtschaft

Die anwendungsorientierte Ausrichtung der Informatik in Linz hat auch erfolgreiche Kooperationen mit der Wirtschaft hervorgebracht, wie beispielsweise das Software Competence Center Hagenberg, das COMET-Zentrum Pro2Future sowie die Zusammenarbeit mit den Oracle Labs. Auch Fabasoft-Vorstandsmitglied Helmut Fallmann, Dynatrace-CTO Bernd Greifeneder und Catalysts-Geschäftsführer Christoph Steindl absolvierten ihr Informatikstudium an der JKU.

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