511 neue Coronavirus-Fälle in Wien

In den vergangenen 24 Stunden ist die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in Wien wieder deutlich nach oben gegangen: Der medizinische Krisenstab meldete am Samstag 511 neue Fälle (Stand: 8.00 Uhr).

Es gibt auch mehr Menschen, die aktiv an der Erkrankung laborieren. Im Moment sind es 5.300 Personen, am gestrigen Freitag waren es noch 5.088. Die Stadt arbeitet laufend daran, die Testmöglichkeiten zu erhöhen: Nun sollen demnächst Test-Container aufgestellt werden.

Mit den neu hinzugekommenen Erkrankungsfällen wurden in Wien bisher insgesamt 20.067 nachweislich bestätigte Coronavirus-Infektionen registriert. Außerdem sind in den vergangenen 24 Stunden eine 89-jährige Frau und ein 97-jähriger Mann, beide mit Vorerkrankungen, verstorben. Damit sind in Wien nun 271 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 zu beklagen. 14.496 Personen sind wieder gesund.

Am gestrigen Freitag wurden 6.000 Tests vorgenommen, die Gesamtzahl liegt derzeit bei 509.414. Um die Testkapazitäten noch weiter nach oben zu schrauben, werden in den nächsten Wochen Test-Container aufgestellt, schreibt die Tageszeitung „Die Presse“ (Samstag-Ausgabe). Dabei wird auch auf eine Umfrage verwiesen, wonach sich der Großteil der niedergelassenen Ärzte in Wien gegen Corona-Tests in ihren Ordinationen ausgesprochen haben soll, weil sie weder über die Kapazitäten noch die Infrastruktur (Schutzausrüstung, eigener Eingang, separates Wartezimmer) dafür verfügen würden.

Die Test-Container sollen nach dem Vorbild der Fieberambulanzen in Deutschland flächendeckend in ganz Wien aufgestellt und vom Ärztefunkdienst betreut werden. Das bedeutet, dass darin nicht nur Proben genommen werden, sondern auch Ärzte anwesend sind, die Anamnesen durchführen und Rezepte ausstellen – die Patienten also wie in einer Ordination behandeln. Ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bestätigte gegenüber der APA das Vorhaben. Ende Oktober, Anfang November sollen die ersten Container aufgestellt werden: „Wir beginnen mit einigen Containern und schauen, ob das funktioniert.“

Gedacht ist das Angebot, das die Stadt in Kooperation mit der Wiener Ärztekammer und dem Gesundheitsministerium schafft, in erster Linie für symptomatische Personen, die sich nicht sicher sind, ob sie an Covid-19 oder einem grippalen Infekt bzw. der Grippe leiden. Derzeit wird noch an den letzten Details dazu gefeilt, so der Hacker-Sprecher: „Man ist in Gesprächen was das finanzielle und organisatorische betrifft – zum Beispiel, ob man sich vorher anmelden muss oder nicht.“

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