520 Neuinfektionen in Österreich mit 340 Fällen aus Wien

Die Zahl der österreichweiten registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist am Dienstag bei 520 innerhalb der vergangenen 24 Stunden gelegen, wie Innen-und Gesundheitsministerium berichteten. Dabei kamen 340 als neu ausgewiesene Infektionen aus Wien dazu, die jedoch laut dortigem Krisenstab zum Teil auf ältere Testergebnisse zurückzuführen sind, die nun ergänzt wurden.

In den vergangenen beiden Tagen waren die aus Wien vermeldeten Neuinfektionen mit 64 Fällen am Sonntag und 75 am Montag vergleichsweise niedrig ausgefallen – insgesamt steigen sie aber. In den vergangenen sieben Tagen wurden 159 Personen pro Tag positiv auf SARS-CoV-2 getestet, in der Woche davor waren es laut Wiener Krisenstab noch 127 im Schnitt gewesen.

Von den absoluten Zahlenwerten her bedeuten 520 Neuinfektionen auch, dass ein derart hoher Wert zuletzt am 2. April mit 577 publiziert wurde. Nur einmal waren es mehr als 1.000, nämlich 1.074 am 27. März.

Weitaus geringer fiel der Anstieg bei den Patienten aus, die in einem Krankenhaus behandelt werden müssen: dieser erhöhte sich von 163 Personen auf 170, mit 28 Erkrankten auf Intensivstationen – dieser Wert verringerte sich um eine Person.

In den vergangenen 24 Stunden wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 vermeldet. Nach bisher 30.081 Erkrankten, von denen 747 verstorben und 25.629 genesen sind, gibt es aktuell 3.711 aktiv Infizierte in ganz Österreich.

Die 180 weiteren Neuinfektionen teilen sich auf die restlichen Bundesländer wie folgt auf: 56 in Tirol, 49 in Niederösterreich, 27 in Oberösterreich sowie 18 in Vorarlberg. Je zehn Fälle kamen aus der Steiermark und Salzburg dazu, Zuwächse im einstelligen Bereich vermeldeten Kärnten mit sechs und das Burgenland mit vier Fällen.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober kündigte an, die neuen Zahlen einer Analyse zu unterziehen. Entscheidend sei die Frage, ob es sich hier um einen einmaligen “erklärbaren Peak – nach längerer Stabilität – oder um einen steigenden Trend handelt”. “Wir analysieren die Zahlen heute und morgen im ExpertInnenbeirat und mit den GesundheitsreferentInnen der Bundesländer”, so der Ressortleiter. Endgültig Aufschluss würden die Zahlen der kommenden Tage geben. Auch die Corona-Kommission, die am Donnerstag wieder zur bevorstehenden zweiten Ampelschaltung am Freitag tagen wird, setze intensiv mit den Entwicklungen auseinander.

“Es war zu erwarten, dass mit September und den Folgemonaten die Pandemie noch einmal an Tempo aufnimmt. Es ist dies jetzt eine entscheidende Phase”, sagte Anschober in einem Statement. Was Medienberichte betrifft, wonach eine Gratis-Impfung gegen das Coronavirus für alle Österreicher fix sei, konnte Anschober diese am Rande eines Medientermins so nicht bestätigen. Natürlich wolle man einen möglichst barrierefreien Zugang, betonte er abermals. Über Details müsse man aber noch in der Regierung verhandeln.

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