55 Tote bei Gefechten von Militär und Viehdieben im Südsudan

Bei schweren Auseinandersetzungen zwischen Soldaten und Viehdieben sind nach Militärangaben mindestens 55 Menschen im ostafrikanischen Südsudan getötet worden, darunter auch Zivilisten. Etwa 120 weitere Menschen seien im Bezirk Tonj des Bundesstaats Warrap verletzt worden, sagte Armeesprecher Santo Domic am Montag.

Die Auseinandersetzungen begannen, nachdem der Gouverneur von Warrap, Aleu Ayieny Aleu, der Armee gegeben hatte, 450 am Samstag gestohlene Kühe zu bergen.

Schwerbewaffnete Viehdiebe hätten den Soldaten aufgelauert und sie aus einem Hinterhalt angegriffen, so Domic. Die Kämpfe dauerten von Sonntag bis Montagmorgen an. Der örtliche Verwalter von Tonj, Alfred Wol Makuach, sagte, hunderte Zivilisten seien ins Schussfeuer geraten.

Viehwirtschaft ist in dem Land mit rund elf Millionen Einwohnern einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Nach Angaben der UN gab es dort 2019 rund zwölf Millionen Rinder und etwa die gleiche Zahl an Schafen und Ziegen. Immer wieder kommt es unter miteinander verfeindeten Gruppen zu brutalen Überfällen, um Vieh zu erbeuten.

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