60 Stunden pro Woche sind normal

Österreichs Unternehmer sind höchst zufrieden, haben aber wenig Freizeit, zeigt eine Umfrage

58 Prozent der Unternehmer gaben bei der Umfrage an, über eher wenig oder kaum Freizeit zu verfügen.
58 Prozent der Unternehmer gaben bei der Umfrage an, über eher wenig oder kaum Freizeit zu verfügen. © baranq - stock.adobe.com

58 Stunden Arbeit pro Woche, im Schnitt an 5,9 Tagen – so sieht die Arbeitsintensität heimischer Unternehmer laut einer Umfrage aus. Besonders arbeitsintensiv sind die Branchen Agrar und Tourismus/Gastronomie mit 6,6 beziehungsweise 6,4 Arbeitstagen pro Woche. Urlaub konsumieren Unternehmer im Schnitt nur 21 Tage pro Jahr, Wochenenden bereits mit eingerechnet.

Was Menschen dennoch in die Selbstständigkeit lockt, hat eine Gallup-Befragung von repräsentativ ausgewählten tausend heimischen Unternehmern im Auftrag der Volksbank herauszufinden versucht. Ergebnis: Trotz der vielen Arbeit sind 93 Prozent der Befragten leidenschaftlich bei der Sache und zufrieden mit ihrem Unternehmerdasein.

79 Prozent erklärten, dass sie sich auch heute wieder sofort dafür entscheiden würden. Nur sechs Prozent gaben an, sie wären lieber Angestellte. Motiviert fühlen sich Unternehmer im Alltag am stärksten durch die Faktoren Freiheit und Selbstbestimmung (von 28 Prozent genannt), danach folgen Kundenzufriedenheit (24 Prozent) und Spaß an der Tätigkeit (16 Prozent). Finanzieller Erfolg wurde lediglich von elf Prozent als Hauptmotivator genannt. In Pension gehen wollen Selbstständige eher später – im Schnitt liegt das angestrebte Pensionsalter bei 64 Jahren. Ins Unternehmertum gerutscht ist nach eigenen Angaben ein Drittel durch zufällige, externe Faktoren, etwa durch familiäre Gründe.