68 Hunde aus Wohnung gerettet

Schlimmer Fall von „Animal Hording“ in Peuerbach

Völlig verwahrlost und verdreckt kamen die Tiere bei ihren Rettern an.
Völlig verwahrlost und verdreckt kamen die Tiere bei ihren Rettern an. © APA/Gut Aiderbichl/Spielbuchler

PEUERBACH — Helfer des Tiergnadenhofes Gut Aiderbichl haben vor zweieinhalb Wochen in einem Haus in Peuerbach (Bez. Grieskirchen) 68 völlig verwahrloste Hunde entdeckt. Die Familie war mit der Haltung der kleinen Mischlinge offenbar völlig überfordert. Die Vierbeiner waren dehydriert, unterernährt und vollkommen verkotet. Alle mussten tierärztlich versorgt werden.

Der Amtstierarzt hatte Gut Aiderbichl informiert. Die Rede sei von rund 30 verwahrlosten Hunden gewesen, sagt Geschäftsführer Dieter Ehrengruber. Als die Helfer eintrafen, hätte ihnen die Familie den Zutritt verweigert. Schon bei einem Blick durch den Türspalt habe man aber erkannt, dass es sich um einen schlimmen Fall von „Animal Hoarding“ handle. 15 bis 20 von oben bis unten zugekotete kleine Hunde seien zu erkennen gewesen, deren ursprüngliche Fellfarbe kaum noch feststellbar gewesen sei.

„Sie hausten zusammen mit ihren Besitzern ohne Zugang ins Freie in dem vermüllten Haus inmitten ihrer eigenen Fäkalien. Und über allem schwebte ein unerträglicher Gestank“, so der Tiergnadenhof in einer Aussendung. Schließlich gelang es den Rettern, alle Chihuahua- und Shih-Tzu-Mischlinge und eine Katze mitzunehmen. „Alle Tiere wurden tierärztlich versorgt, geimpft und kastriert“, so Ehrengruber. „Einen Hund mussten wir erlösen, und ein paar befinden sich noch in Lebensgefahr. Aber wir hoffen, dass wir sie durchbringen.“

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