7-Tage-Inzidenz erstmals seit sieben Monaten unter 100

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Die Coronavirus-Lage in Österreich entspannt sich weiter. Am Montag gab es gleich drei Positiv-Rekorde.

So fiel die Sieben-Tages-Inzidenz erstmals seit knapp sieben Monaten unter 100, erstmals seit Mitte Oktober gab es auch – jedoch bei deutlich niedrigeren Sonntagstestzahlen – weniger als 1.000 Neuinfektionen und erstmals seit rund sieben Wochen müssen weniger als 400 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden.

Kommende Woche, am 19. Mai, wird in Österreich wieder aufgesperrt. Neun Tage vorher fiel die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner laut den von den Ländern an den Krisenstab gemeldeten Zahlen auf 97,7. Zweistellig war sie zuletzt am 17. Oktober, damals waren es 97,9.

Die höchste Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner wurde laut den Innen- und Gesundheitsministeriumszahlen übrigens am 13. November mit 587 verzeichnet. Im Februar näherte sich der Wert dann an die 100 an, ehe die Mutationen zu deutlich mehr Ansteckungen, einer dritten Welle und einer teilweisen Überlastung der Spitalskapazitäten führten. Zur Erinnerung: Ursprünglich wollte die Regierung den strikten dritten Lockdown erst bei einer Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner beenden. Dieses Ziel wurde im Jänner ausgegeben, dann aber fallen gelassen.

Auch die Entwicklung in den Krankenhäusern ist weiterhin positiv. Im Spital befanden sich am Montag 1.254 Infizierte, um 16 weniger als am Sonntag. 386 Menschen werden auf Intensivstationen betreut. Diese Zahl sank seit gestern um 23 und ist innerhalb einer Woche um 90 Patienten zurückgegangen. Weniger als 400 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen gab es in Österreich zuletzt am 20. März. Damals benötigten 394 Schwerkranke intensivmedizinische Versorgung.

Am Montag wurden erstmals seit sieben Monaten wieder weniger als 1.000 Neuinfektionen gemeldet. Laut Ministerien kamen seit Sonntag 820 neue Fälle hinzu. Im Schnitt waren es in der vergangenen Woche täglich 1.242 neue Fälle. Fallzahlen unter 1.000 gab es zuletzt am 12. Oktober – ebenfalls ein Montag-, 979 Neuinfektionen waren es da. Allerdings wurde am Sonntag deutlich weniger getestet. So wurden österreichweit lediglich 27.179 aussagekräftige PCR-Analysen durchgeführt, im Schnitt waren es in der vergangenen Woche täglich knapp 73.000. Von den in den vergangenen 24 Stunden eingemeldeten Untersuchungen fielen drei Prozent positiv aus, in der vergangenen Woche lieferten im Schnitt 1,7 Prozent der Abstriche positive Resultate.

Auch wenn die Fallzahlen zurückgehen, verzeichnet Österreich weiterhin sehr viele Todesopfer. Seit Sonntag wurden zehn weitere Tote gemeldet, seit Beginn der Pandemie sind somit bereits 10.392 Menschen an den Folgen einer SARS-CoV-2-Infektion gestorben. Allein in der vergangenen Woche kamen 132 Todesfälle hinzu. Pro 100.000 Einwohner sind seit Pandemiebeginn bereits 116,8 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben, das ist mehr als jeder 1.000ste Bewohner.

Am Montag gab es österreichweit noch 16.063 aktive Fälle, 730 weniger als am Sonntag. Seit Pandemiebeginn hat es in Österreich bereits 631.894 positive Testergebnisse gegeben. 605.411 Menschen gelten als genesen. Die meisten Neuinfektionen seit Sonntag wurden mit 191 in Wien verzeichnet, in der Steiermark kamen 188 hinzu, in Niederösterreich 115 und in Oberösterreich 104. Tirol meldete 85 neue Fälle, Salzburg 38, Kärnten 31, Vorarlberg 43 und das Burgenland 25.


Am Sonntag wurde in Österreich nicht nur weniger getestet, sondern auch deutlich weniger geimpft. In Summe waren es 18.155 Immunisierungen, in der Vorwoche waren es im Schnitt täglich mehr als 60.000 Stiche. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfasses 2.665.516 bereits zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 29,9 Prozent der Bevölkerung. 972.493 und somit 10,9 Prozent der Österreicher sind bereits voll immunisiert.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) meinte am Montag, dass die Neuansteckungen unter 1.000 und die Inzidenz unter 100 zeigen, „dass die Öffnungsschritte in neun Tagen zum richtigen Zeitpunkt kommen. Wir rechnen damit, dass sich dieser Trend in den nächsten Tagen fortsetzt und wir gute Voraussetzungen für die Öffnungen nächste Woche haben, wenn gleichzeitig mit Start der Öffnungen bereits rund drei Millionen Menschen eine Impfung erhalten haben“, so Kurz in einem Statement.

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