700 Kinder erobern Steyr

Viel Spaß und Action bei Österreichs größtem Jungschar- und Ministrantenlager

V. l.: Jana (13), Nina (13) und Julia (14) von der Jungschar der Herz-Jesu Kirche in Wels.V. l.: Katharina Prochatzka (9), Carolina König (10), Elisabeth Stiegler (11), Lara Brandl (11), Valerie Pechatschek (10) und Katharina Pieringer (10) sind der Natur auf der Spur.

Nicht nur in der Nähe der Au wimmelt es derzeit von Kindern, da unter dem Motto „Vielfalt, Gemeinschaft und Freundschaft“ diese Woche in Steyr das Kaleidio, Österreichs größtes Jungschar- und Ministrantenlager, stattfindet.

700 Acht- bis 14-Jährige und 150 ehrenamtliche Betreuer aus fünf Bundesländern tauchen noch bis Freitagabend in die verschiedenen Erlebniswelten ein, ehe es am Samstag wieder nach Hause geht.

„Eis für alle“, wenn Anna Ortschefin wäre

Voller Euphorie und Tatendrang ist der Nachwuchs bei der Sache. Anna (13) kann in der Kinderstadt „Perspektivia“ selbst Hand anlegen und ihre eigene Stadt gestalten. Für sie besteht die ideale Stadt, wie sie dem VOLKSBLATT schildert, „aus vielen Kindern und einem großen Garten mit Pool“.

Nach dem Basteln ihrer Häuser schlüpft sie in die Rolle der Bürgermeisterin, wobei ihre erste Amtshandlung ein unbegrenzter Eisvorrat für jeden wäre. In dieser Erlebniswelt lernen die Sprösslinge, wie eine Stadt funktioniert und was es für ein friedliches Miteinander braucht. Die Betreuer betonen, dass ihnen dabei besonders wichtig ist, dass die Kinder aktiv mitarbeiten und sehen, dass sie etwas verändern und bewirken können.

„Dem Leben Jesu auf der Spur“

Natürlich spielt bei einem Jungscharlager auch der Glaube eine Rolle. Während im Hintergrund schwungvolle Musik läuft, rennt Jana (11) durch eine blinkende Zeitkapsel und reist auf diesem Weg nach Jerusalem. Gemeinsam mit den Leitern gehen die Kinder in der „Bibelwelt“ dem Leben Jesu auf den Grund und singen zusammen biblische Lieder, welche Werte wie Freundschaft, Zusammenhalt und Nächstenliebe vermitteln. Julia (14) von der Herz-Jesu Kirche in Wels ist bereits zum zweiten Mal beim Kaleidio dabei: „Es ist sehr toll, gemeinsam mit so vielen Kindern zu singen.“

Gesamtleitern Veronika Schippani von der Erzdiözese Wien ist seit vielen Jahren in der Jungschar aktiv und freut sich über die strahlenden Gesichter. Im Gespräch mit dem VOLKSBLATT sagt sie: „Das Kaleidio ist ein großes Erlebnis. Es findet nur alle paar Jahre statt, da es ein enormer organisatorischer Aufwand ist und viele helfende Hände notwendig sind. Wenn man aber die strahlenden Augen sieht und das herzhafte Lachen der Kinder hört, weiß man, dass es jede Mühe wert ist.“

Nach einem ereignisreichen Vormittag geht es zu einem kurzen Boxenstopp in die HLW Steyr, um die Energiereserven aufzutanken und sich mit anderen Teilnehmern über das Erlebte auszutauschen. Neben all den Abenteuern kommt dabei auch die Entspannung nicht zu kurz. Inmitten zahlreicher Kissen und Decken lauschen einige Kinder im Ruheraum den Klängen der zwitschernden Vögel.

Mit vollem Magen begeben sich die Wissbegierigen dann in der nahen Au auf Spurensuche, um gemeinsam mit den Gruppenleitern mehr über die Tiere und Pflanzen des Waldes zu erfahren. „Wir haben gelernt, wie die Tiere im Wald leben und dass wir auf die Natur aufpassen müssen“, erzählte Carolina König (10) von der Erlebniswelt „Natur auf der Spur“. Ihre Freundin Lara Brandl (11) ist hingegen besonders begeistert von den kreativen Workshops und der lustigen Hüpfburg, welche die Form einer Kirche hat. Lara freut sich bereits jetzt schon auf das nächste Kaleidio in ein paar Jahren, bei dem Glaube, Freundschaft und Spaß im Vordergrund stehen.

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