74-Jähriger nach Bluttat an Ehefrau in Steyr vor Gericht

Ein 74-jähriger Oberösterreicher muss sich am 22. Juni vor dem Landesgericht Steyr wegen Mordes verantworten.

Der Mann soll seiner 71-jährigen Frau am 17. Jänner mit einem Kupferhammer auf den Kopf geschlagen und anschließend mit bis zu drei Küchenmessern auf sie eingestochen haben.

In dem für einen Tag angesetzten Prozess werden der Angeklagte und ein Zeuge einvernommen, auch eine psychiatrische Sachverständige wird zu Wort kommen, berichtete das Gericht am Dienstag.

Die Summe der Verletzungen aus den Attacken ihres Mannes habe zu großem Blutverlust und dem Tod der Frau geführt. Jahrelanger Hass und Streitereien sollen das Motiv für die Tat gewesen sein. Der Mann wollte sich anschließend selbst umbringen.

Im Abschiedsbrief des Pensionisten fand sich nicht ein Wort der Reue oder des Bedauerns, die Ehefrau war nicht mit einer Silbe erwähnt. Stattdessen teilte der 74-Jährige mit, „dass er gewisse Leute von seinem Ableben verständigt wissen will“, hatte die Staatsanwaltschaft kurz nach der Festnahme des Mannes aus dem eineinhalb Seiten langen, handschriftlich verfassten Schreiben zitiert.

Der Bruder der 71-Jährigen hatte seine Schwester am Sonntag um 13.15 Uhr gefunden und die Polizei gerufen. Die Beamten entdeckten den schwer verletzten 74-Jährigen im Haus. Er überlebte den Suizidversuch und wurde festgenommen. In seiner Einvernahme gestand der Pensionist die Tat, die er bereits wochenlang geplant habe, und gab jahrelangen Hass und Streitigkeiten als Motiv an.

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