81 von 100 Punkten

Hybridtechnologie, Allrad, viel Platz, zahlreiche Assistenzsysteme: Das – und annehmbare Fahreigenschaften auf Asphalt und abseits der Straßen – bietet der Toyota RAV4.

Willst Du als Umweltbewusster gelten, musst Du Dich entsprechend verhalten. Regional und saisonal einkaufen, Müll trennen und beim Autofahren ja spritsparend unterwegs sein.

Die Autohersteller haben das auch erkannt, zumindest indem sie in ihren digitalen Displays Spritspartipps oder Punkte anzeigen, wie sparsam man denn unterwegs ist.

Ein Beispiel dafür liefert der Toyota RAV4 – er vergibt Punkte für optimales Bremsen, vorausschauendes Fahren und den wohl dosierten Gasfuß; und wenn man den hybriden Allradler ganz sachte fährt, sind 81 von 100 Punkten durchaus möglich.

Typenschein

Toyota RAV4 2,5 Hybrid AWD-i VIP

Preis: ab € 50.490,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 51.222,- inklusive Lackierung Kobaltblau Metallic € 732,-; einen Toyota RAV4 (2,5 Hybrid City) gibt es ab € 32.990,-
NoVA/Steuer: 0 %/ € 656,64 jährlich
Garantie: 3 Jahre bis max. 100.000 km, 3 Jahre Lackgarantie, 6 Jahre gegen Durchrostung
Service: alle 30.000 km oder alle 2 Jahre

Technische Daten:
Benzinmotor: R4, 16V, Turbolader, 2487 cm³, 131 kW/178 PS bei 5700 U/min, max. Drehmoment 221 Nm bei 3600-5200 U/min
Elektromotor: Drehstrom-Synchronmotor, 88 kW/120 PS, 650 V Betriebsspannung, max. Drehmoment 202 Nm
Getriebe: variable CVT-Automatik
Antrieb: Allradantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 8,1 s
Leistungsgewicht: 5,62 kg/PS
MVEG-Verbrauch: 4,4 Liter
VOLKSBLATT-Testverbrauch: 7,2 Liter
CO2-Ausstoß: 102 g/km
NOx: 0,0028 g/km; Euro 6d-TEMP

Eckdaten:
L/B/H: 4600/1855/1685 mm
Radstand: 2690 mm
Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1675/2225 kg
Kofferraum: 580-1690 Liter
Tank: 55 Liter (Benzin)
Reifen: 4 x 225/60 R18 100H auf 18“-Alus

Sicherheit:
Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/RSR/ACC/LKA
Airbags: 6

Geländedaten:
Bodenfreiheit: 190 mm
Böschungswinkel vorne: 18°
Hinten: 18°
Rampenwinkel: 15,5°
Wattiefe: 500 mm

Das heißt im Klartext knapp sieben Liter Verbrauch, wenn man sich vorwiegend auf der Autobahn mit eingeschaltetem adaptiven Tempomaten und nicht gerade reifenquietschend in der Innenstadt bewegt.

Der stattliche Fünfsitzer mit seinen zwei Motoren und 1,675 Tonnen Leergewicht kann aber auch anders: Er spurtet hurtig los, nach ein paar hundert Metern übernimmt der 2,5- Liter-Vierzylinder das Kommando, lediglich die variable CVT-Automatik nervt, während der Urahn aller SUV (ihn gibt es seit 1994) mit seinen 222 PS Systemleistung in 8,1 Sekunden Richtung Tempo 100 spurtet.

Das wirkt sich aber auch auf den Verbrauch aus, der bei flotter Fahrweise trotz E-Unterstützung über die Acht-Liter-Marke springt: Und bei der Punktewertung kommt man dann lediglich auf 53, 61 oder gar nur 48 Zähler.

Sei es, wie es sei. Diese Spielerei gehört beim digital aufgemotzten Japaner einfach dazu; ebenso wie der mittig aufgesetzte (und intuitiv bedienbare) Acht-Zoll-Touchscreen mit integrierten Kurzwahltasten, das mit etlichen Schaltern belegte Lederlenkrad oder die Sitzheizung und -kühlung.

Schließlich handelt es sich bei dem 51.000 Euro teuren RAV4 mit seinem rustikal gestalteten Cockpit um die Top-Variante namens Style VP, die serienmäßig unter anderem Toter-Winkel-Warner, Lenkradheizung, Rückfahrkamera, (breite) Ledersitze, LED-Scheinwerfer, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und 18er-Alus bereithält.

Ansonsten gibt sich der RAV4 sowohl auf Asphalt als auch auf Schotter ziemlich komfortabel; so bleibt er auch in schneller gefahrenen Kurven oder bei flotten Richtungswechseln stabil und schaukelt kaum auf.

Begünstigt wird das Handling durch die direkte Lenkung, die präzises Einlenken erlaubt und dank der sich der geräumige Fünftürer fast spielerisch dirigieren lässt. Die Bremsen hingegen lassen sich nur mäßig gut dosieren und auch aufgrund der relativ breiten A-Säulen und der kleinen Fenster ist die Rundumsicht nicht gerade optimal.

Optimal ist hingegen die Sicherheitsausstattung, da zeigt sich der RAV4 mit seinem unter dem Namen „Toyota Safety Sense“ zusammengefassten Features – von der Verkehrszeichenerkennung über den Spurhaltewarner bis zum Querverkehrswarner – überkomplett. Optimal, etwa für Umzüge, Urlaube oder Großeinkäufe, ist auch der riesige, 580 Liter fassende Kofferraum samt elektrischer Heckklappe, niedriger Ladekante und Erweiterbarkeit auf 1690 Liter.

Fazit: Ein optisch auffällig unauffälliger japanischer Evergreen mit hinreichend Platz, gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und umfassender Sicherheitsausstattung. Dank Allrad und 190 Millimetern Bodenfreiheit darüber hinaus absolut geländetauglich. Die 81 von 100 Punkten gibt´s auch fürs Fahrzeug, mäßig sind lediglich die Fahreigenschaften, der Rest ist top.

Wie ist Ihre Meinung?