Der Erfolg macht Wimleitner lästig

Fußball: Steyr beim 1:5 desaströs — Ried dank Pecirep an Spitze dran

Torsperre gebrochen, aber wieder keine Punkte: Die Entschlossenheit von Youngster Simon Gasperlmair (r.) beim Anschlusstreffer wäre auch in der Vorwärts-Defensive angebracht.
Torsperre gebrochen, aber wieder keine Punkte: Die Entschlossenheit von Youngster Simon Gasperlmair (r.) beim Anschlusstreffer wäre auch in der Vorwärts-Defensive angebracht. © Dostal

Von Tobias Hörtenhuber

„Jeder Spieler hat noch 20 bis 30 Prozent Luft nach oben. Die gilt es herauszuholen“ — die Aussage von Blau-Weiß-Linz-Sportchef David Wimleitner vor dem Derby bei den Juniors OÖ in Pasching (Sonntag, 10.30) klang wie eine Drohung an die Konkurrenz, sollte aber nur verdeutlichen, dass man sich auf der Tabellenführung nicht ausruhen darf — weder die Mannschaft noch das Umfeld. „Richtig lästig bin ich schon als Spieler erst geworden, wenn der Erfolg da war“, erklärte der Ex-Goalie, der daher aktuell dem einen oder anderen „mehr auf die Finger klopft“ als sonst. Das Derby ist für ihn übrigens „ein Spiel wie jedes andere.“ Auch für die Juniors, die laut Präsident Franz Mayer nicht mit Fan-Problemen rechnen. Übrigens: Nach dem 2:1 von Wattens bei den Young Violets muss Blau Weiß einen Punkt holen, um die als Erster in die Länderspielpause zu gehen.

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Torsperre gebrochen, aber Debakel kassiert

Kein Stürmer, sondern Flügelflitzer Simon Gasperlmair beendete nach 502 Minuten gegen Lustenau die Torsperre von Vorwärts Steyr (33.). Nach einer entschlossenen Einzelleistung hämmerte der 20-Jährige den Ball aus schwierigem Winkel unter die Latte. Da stand es aber schon 0:2, weil erst Lukas Gabriel sieben Meter vor dem Tor stümperhaft vergab (11.) und es dann dem Gegner (wieder einmal) viel zu leicht gemacht wurde (13./Djuric, 32./Ronivaldo). Die Steyrer Defensive wirkte auch bei Ronivaldos zweitem Treffer (48.) ähnlich hilflos wie Trainer Gerald Scheiblehner. Der setzte erst auf den vierten Stürmer Rehxe Bytyci, um ihn dann schon nach 27 Minuten vom Feld zu holen, tauschte vor der Pause auch noch Thomas Himmelfreundpointner aus. Dann musste auch noch Nicolas Wimmer verletzt in der Kabine bleiben. Der für ihn gekommene Alem Pasic spielte nur 15 Minuten, rote Karte für ein rüdes Foul (60.) — Endstand 1:5. Ein verbrauchter Abend in Rot-Weiß…

Ganz im Gegensatz zu jenem der SV Ried diese halten dank des 1:0 über Wacker Innsbruck II den Anschluss an die Spitze. Das Goldtor erzielte Darijo Pecirep (19.).