A Tribute to Velvet Underground & Nico: I’ll Be Your Mirror

Youtube Video
Ich möchte eingebundene Social Media Inhalte sehen. Hierbei werden personenbezogene Daten (IP-Adresse o.ä.) übertragen. Diese Einstellung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in der Datenschutzerklärung oder unter dem Menüpunkt Cookies geändert werden.

Wenn ein Album von Musikstars einer späteren Generation in Gänze gecovert wird, dann muss es schon ein besonderes sein. Die erste Platte von The Velvet Underground, mit Andy Warhols berühmter Banane vorne drauf, ist so ein Schlüsselwerk der Popgeschichte.

Mit der Komplett-Neueinspielung „I’ll Be Your Mirror“ wird „The Velvet Underground & Nico“ (1967) nun die ultimative Cover-Ehrung zuteil und das Experiment gelingt ohne Ausrutscher. Tolle Sänger wie Michael Stipe (R.E.M.), Sharon Van Etten, Angel Olsen, Bobby Gillespie oder Iggy Pop nähern sich den zu Klassikern gewordenen, teils sperrigen elf Stücken mit hörbarer, aber nicht übertriebener Ehrfurcht.

Denn letztlich kann niemand das lässige Genöle von Lou Reed in „I’m Waiting For The Man“ nachahmen — Bariton-Schönsänger Matt Berninger (The National) versucht es erst gar nicht. Auch Indierock-Sängerin Annie Clark (St. Vincent) tritt bei „All Tomorrow’s Parties“ nicht imitierend in die Fußstapfen der Warhol-Muse Nico.

Den teils edel-wohlklingenden Versionen von Stipe („Sunday Morning“) oder Andrew Bird & Lucius („Venus In Furs“) setzt Iggy Pop seine rotzige Interpretation des lärmenden Album-Rausschmeißers „European Son“ entgegen. Großartig gelingen auch „Run Run Run“ als Gitarren-Kracher (Kurt Vile) und „There She Goes Again“ als ruppiges Garagenrock-Stück (King Princess).

Wie ist Ihre Meinung?