Abenteuer beim Lesen und in der echten Welt

Landestheater: Junges Theater startet mit zwei spannenden Premieren in die Saison

Sofie Pint rettetals Jenny Bücherwürmer, die in Schwierigkeitengeraten sind.
Sofie Pint rettetals Jenny Bücherwürmer, die in Schwierigkeitengeraten sind. © Petra Moser

Wie die Möglichkeiten für Schulklassen in nächster Zeit sein werden, ein Theater zu besuchen, ist angesichts steigender Corona-Zahlen wohl eher ungewiss. Privatbesuche sollten unter Sicherheitsvorkehrungen aber weiter möglich sein.

Trotz allem startet die Jugendschiene des Linzer Landestheaters mit zwei Premieren optimistisch in die Saison — Plan B inklusive: Live-Online-Versionen sollen, wenn schon nicht gemeinsamen Raum, zumindest gemeinsame Zeit ermöglichen, so Leiterin Nele Neitzke. „Möglichkeiten zum Mitmachen inklusive“.

Superhelden da und dort

Am Donnerstag (10.30 Uhr) feiert im Unteren Vestibül der Kammerspiele „Jenny Hübner greift ein. Ein Theaterabenteuer für eine geräumige Piratenkajüte“ von Hartmut El Kurdi in der Regie von Neitzke Premiere. Schauspielerin Sofie Pint hat auf ihren Monolog — sie steht allein auf der Bühne — lange warten müssen, immerhin war das Stück schon für letztes Jahr geplant. Und sie ist dafür besonders gut ausgestattet: Ihr wirklich bemerkenswertes, spaciges Kostüm, das auch Requisiten birgt, haben die Sieger eines Kostümwettbewerbs gestaltet.

Jedenfalls wird Pint damit zu Jenny Hübner, die eingreift, wenn kleine Bücherwürmer so weit in die Lesewelt eingetaucht sind, dass sie dort Probleme bekommen. In diesem Fall geht es um Olga, die lesend auf einem Piratenschiff gelandet ist. Ein Abenteuer, das zum Mitmachen einlädt, für alle ab sechs Jahren. Das Stück wird auch zweimal in der Landesbibliothek gezeigt, quasi dort, wo die Bücher wohnen.

Mit Problemen im echten Leben beschäftigt sich „Mongos“ aus der Feder von Sergej Gössner (ab 13), das am 23. September (18 Uhr) auf der Studiobühne Premiere feiert. Zwei Jugendliche, Ikarus und Francis, die mit Krankheiten kämpfen, die sie körperlich beeinträchtigen, treffen in einer Reha-Klinik aufeinander. Und werden Freunde – bis einer der beiden sich verliebt.

Eine Geschichte, in der es um die besondere Situation der beiden Protagonisten ebenso geht, wie um Sorgen, die einen halt als Teenie so quälen. Die Regie wurde in die bewährten Hände von Tanja Regele gelegt, die mit der Bühnenfassung von „Tschick“ in Linz schon große Erfolge gefeiert hat. Es spielen Alexander Köfer und Friedrich Eidenberger.

Wie ist Ihre Meinung?