Aber der Udo! Aber die Conchita!

Sportlich betrachtet ist die heimische Song-Contest-Bilanz mit zwei Siegen beachtlich. Auch die Niederlagen waren souveräne Statements, Österreich verlor mitunter mit wirklich gut abgesicherten letzten Plätzen.

Udo Jürgens tritt am 5. März 1966 in Luxemburg mit dem Lied „Mercie, Cherie“ am Grand Prix Eurovision de la Chanson auf und gewinnt. © APA/Keystone/STR

Österreich kann dank Conchita Wurst („Rise Like A Phoenix“ 2014) und Udo Jürgens („Merci Cherie“ 1966) auf bis dato zwei Siege beim Eurovision Song Contest zurückblicken.

Und Cesar Sampson reiht sich mit seinem überraschenden Platz 3 in Lissabon 2018 ebenfalls in die Reihe der erfolgreichen Teilnehmer ein. Aber das ist nur eine Seite der Geschichte.

Die andere Seite sind zäh erungene „Nuller“. Als erstes traf es 1962 Eleonore Schwarz („Nur in der Wiener Luft“), es folgten 1988 Wilfried („Lisa, Mona Lisa“), 1991 Thomas Forstner („Venedig im Regen“, 1989 war Forstner mit „Ich singe nur ein Lied noch Fünfter geworden) sowie 2015 The Makemakes („I Am Yours“).

Die vergangenen Jahre waren sportlich durchwachsen mit einem glorreichen Höhepunkt. 2007 schied Eric Papilaya mit „Get A Life — Get Alive“ bereits im Semifinale aus und wurde mit vier Punkten Vorletzter. So verzichtete man 2006 sowie 2008 bis 2010 gänzlich auf eine Teilnahme.

Beim neuerlichen Antritt 2011 in Düsseldorf kam Nadine Beiler auf Platz 18, bevor 2012 die Trackshittaz mit ihrer Hip-Hop-Nummer „Woki mit deim Popo“ im Halbfinale die geringste Punkteanzahl aller Länder erhielten. 2013 musste sich dann Natalia Kelly in Malmö mit Platz 14 von 16 Teilnehmern in ihrem Halbfinale begnügen.

Und dann kam Conchita, sah und siegte in Kopenhagen. Für die Makemakes reichte es beim Heim-ESC in Wien dann allerdings wieder nur für einen vorletzten Platz. Dafür eroberte Zoe 2016 in Stockholm den respektablen 13. Platz, dem Nathan Trent 2017 in Kiew einen 16. Platz folgen ließ.

Im Gegenzug erreichte Paenda beim ESC in Tel Aviv wieder nur den vorletzten Platz in ihrem Halbfinale und musste die Heimreise antreten. Und Vincent Bueno kam im Vorjahr nach pandemischer ESC-Pause 2020 auch nicht über das Semifinale hinaus.

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