Abgesagte EM-Finalrevanche: England – Italien endet 0:0

Eine Topchance ohne Tor © APA/AFP/JUSTIN TALLIS

Test-Bühne Nations League: Das 0:0 bei der Neuauflage des EM-Finalspiels 2021 zwischen England und Italien zeigte am Samstag zwei suchende Fußball-Großmächte. England setzte in Tagen der WM-Vorbereitung den holprigen Start in der Nations League fort, nach drei Partien hält das Team von Gareth Southgate bei zwei Punkten. Der Europameister indes trieb seinen Umbruch voran. Es wurde ein Remis im Zeichen der Ineffizienz.

Im Parallelspiel der Gruppe A3 enttäuschte Deutschland in Ungarn. Im vierten Länderspiel in Serie reichte es für ein kraftlos scheinendes DFB-Team nur zu einem 1:1. Zsolt Nagy (6.) nutzte die frühe Unordnung in der teilweise konfusen deutschen Defensive, doch Jonas Hofmann glich schon kurz darauf aus (9.).

Auch in A4 wurden die Punkte geteilt: Das trefferreichste Spiel des Tages lieferten die Niederlande und Polen beim 2:2 in Rotterdam. Ein Doppelschlag binnen vier Minuten durch Davy Klaassen und Denzel Dumfries vermied eine Oranje-Niederlage nach 0:2-Rückstand. Belgien kassierte in Wales in Minute 86 den Ausgleich zum 1:1.

In der Liga B1 fertigte Irland Österreichs WM-Play-off-Bezwinger Schottland mit 3:0 ab. Für die Iren war es der erste Sieg im dritten Gruppenspiel. Tabellenführer ist die Ukraine nach zwei Siegen in zwei Spielen. Im Ausweich-Stadion in Lodz (Polen) gewann die Nationalelf des von Krieg betroffenen Landes gegen Armenien mit 3:0.

England verbüßte seine Zuschauersperre als Strafe für Ausschreitungen rund um das EM-Finale vor einem Jahr im Wembley-Stadion. Und wendete wie zuletzt Ungarn bei dessen Heimspiel die UEFA-Regularien zum Stadionbesuch von Kindern an. 1.400 waren in Wolverhampton für eine angesagte Revanche für die bittere Finalschmach im Elfmeterschießen dabei.

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Den pausierenden Harry Kane sahen die Kids erst später in Aktion. An Stelle des Goalgetters agierte Roma-Stürmer Tammy Abraham im Sturm-Zentrum und machte nach einem katastrophalen Donnarumma-Fehlpass den Auftakt im Vernebeln von Topchancen.

Bei der nach der verpassten WM neu zusammengewürfelten Squadra – nur drei EM-Finalisten in der Startelf – waren Abstimmungsprobleme vorprogrammiert. Doch es waren die „Three Lions“, die knapp fünf Monate vor ihrem WM-Auftritt in Katar neben spielerischem Stückwerk noch mehr durch Löcher in der Abwehr auffielen. Italienische Ineffizienz und ein starker Arsenal-Goalie Aaron Ramsdale prägten die Partie. England ist schon drei Pflichtspiele sieglos, Italien führt die Gruppe zur Halbzeit dieser Nations-League-Auflage einen Zähler vor Ungarn an.

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