Absage an Einstieg des Staats

Wirtschaftsbund: „Sozialistische Konzepte haben noch nie funktioniert“

Beim MAN-Werk sind 2300 Jobs in Gefahr.
Beim MAN-Werk sind 2300 Jobs in Gefahr. © APA/Kerschbaummayr

Der Wirtschaftsbund spricht sich gegen eine Staatsbeteiligung bei MAN in Steyr aus, wie sie die SPÖ aufs Tapet gebracht hat, um das Werk zu retten.

Der Standort steht bis 2023 vor dem Aus. „Grund für die Causa MAN“ sind aus Wirtschaftsbundsicht „letztlich hohe Kosten für Arbeitskräfte“.

Daher fordere man seit langem eine Senkung der Lohnnebenkosten und eine Entlastung für Unternehmen, so Generalsekretär Kurt Egger am Sonntag via Aussendung. „Sozialistische Konzepte zur Rettung von Unternehmen haben noch nie funktioniert“, so Egger.

„Unternehmer wissen wohl noch am besten, ob und wie ein Betrieb wirtschaftlich geführt werden kann, das ist nicht Aufgabe des Staates.“

Übergeordnete Bedeutung

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Die Industrie appelliert an alle Beteiligten für eine Rückkehr an den Verhandlungstisch, um den MAN-Produktionsstandort in Steyr zu retten. „Es braucht eine kluge und vor allem auch betriebswirtschaftlich nachhaltige Lösung“, so IV-Präsident Georg Knill.

Das Werk habe eine übergeordnete wirtschaftliche und soziale Bedeutung für die ganze Region. Indessen monierte der der freiheitliche Klubobmann Herbert Kickl, dass Arbeitsminister Martin Kocher „die Arbeitsplätze in Steyr scheinbar bereits abgeschrieben hat“.

Der Rechtsweg, auf die Einhaltung des von MAN gekündigten Standort- und Beschäftigungssicherungsvertrags bis 2030 zu pochen, erscheine wenig aussichtsreich. Kocher entgegnete via „Krone“, dass nun darum gehe „Lösungen zu finden, nicht um Inszenierung“.

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