Abschied vom Opernstudio in die beste Zukunft

Großes Künstleradieu mit Blumen und Geschenken am Sonntag im Musiktheater in Linz

Die Arie „Nur ein feiger Tropf versagt“ aus Mozarts „Entführung aus dem Serail“ eröffnete gestern, zwangsläufig vor dem in Abständen sitzenden Publikum, die Abschiedsfeierlichkeiten für jene Künstler, die das Musiktheater in Linz ab Herbst verlassen.

In der Auslage standen fünf Mitglieder des Opernstudios, als erster der Tenor Rafael Helbig-Kostka, der mit Mozart den richtigen thementreffenden Bezug zur Veranstaltung lieferte. Mit einer beispielgebenden Leistung für alle Studioabsolventen nach zwei Jahren, die ob ihrer Bühnenzukunft nicht verzagen müssen. Alle können mutig einem Engagement entgegensehen, wenn sie es nicht schon sicher in der Tasche haben. Wie eben Helbig-Kostka und Florence Losseau, während andere wie Svenja Isabella Kallweit, Etelka Sellei und Timothy Connor neben Rollen im Haus sich auch bei Gastspielen in der Oper bewährt haben.

„Lehrzeit“ im Linzer Opernstudio

Den Musikdramaturgen Christoph Blitt und Gregor Horres standen sie in Interviews Rede und Antwort über ihre wunderbare „Lehrzeit“ im Linzer Opernstudio mit seinen vielen Vorteilen für die künstlerische Eigenständigkeit, für das Sammeln von Bühnenerfahrung, den Erwerb von Professionalität und den Reichtum an Ausdrucksmöglichkeiten im Theaterberuf.

Intendant Hermann Schneider bezeichnete das auch von ihm mitverantwortete Studio unverzichtbar für Opernkräfte, denn was anfänglich die Stimmausbildung an einer Musikhochschule vermittelt, kann nur als Fundament für eine hoffnungsvolle Karriere bilden. Das oö. Opernstudio profitiert zudem von einer fruchtbringenden Kooperation mit der Bruckneruniversität, als deren anwesende Vertreter Vizerektor Thomas Kerbl und Gesang-Institutsleiter Robert Holzer auf die vielfältige Förder- und Betreuungsarbeit der Uni hinwiesen.

„Ein Alleinstellungsmerkmal“, wie erwähnt wurde. Als Klavierbegleiter der präsentierten Arien spielten zum Abschied auch Tommaso Lepore und Katharina Müllner, mit der Sängerin Brigitte Geller mit Blumen und viel Applaus gefeiert. Und besonders guten Wünschen für weitere Erfolge, die bei der jetzigen Perspektive für Künstler in den Sternen stehen.

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