Abschiede, Fortsetzungen und eine neue Sisi

ORF präsentiert Programm: „Soko Linz“ startet im Februar 2022, „Zeit im Bild“ bekommt neues Aussehen

Ab 1. Februar 2022 ermittelt die „Soko Linz“ an der Donau. Zentrale des Teams (v. l.: Daniel Gawlowski, Alexander Pschill, Katharina Stemberger, Anna Hausburg und Damyan Andreev) ist die „Tschickbude“.
Ab 1. Februar 2022 ermittelt die „Soko Linz“ an der Donau. Zentrale des Teams (v. l.: Daniel Gawlowski, Alexander Pschill, Katharina Stemberger, Anna Hausburg und Damyan Andreev) ist die „Tschickbude“. © ORF/Gebhardt Productions/Leo

Im Schnitt 950.000 Zuschauer verbrachten den zweiten Abend des vierten Lockdowns in Österreich vor dem Fernseher, wo auf ORF 2 bei „Stöckl live“ Fragen zur Covid-Impfung geklärt wurden.

Man sehe, dass das Interesse an Aufklärung groß sei, sagt ORF-Unterhaltungschef und ORF 2-Channelmanager Alexander Hofer bei der Programmpräsentation fürs kommende Jahr. Tausende Mails mit Fragen kamen bereits während der Sendung, nun wird das Format noch im Dezember fortgesetzt.

Viele „Landkrimis“ und Schluss mit „Vorstadtweiber“

„Fürs Durchschnaufen“, wie ORF-Fernsehfilmchefin Katharina Schenk betont, werde es auch gewohnt viele Serien & Filme geben. Voraussichtlich ab 1. Februar 2022 wird die kriminalistische Entspannung aus Linz kommen, dann ermittelt das Team der „Soko Linz“rund um Katharina Stemberger direkt von der Tabakfabrik aus. Die beliebten „Landkrimis“ aus den Bundesländern finden noch im Dezember ihre Fortsetzung: Am 21. Dezember klären Stefanie Reinsperger und Manuel Rubey in Salzburg Fälle, im Jänner 2022 machen Julia Franz Richter und Regina Fritsch in Niederösterreich weiter.

Schon am 8. Dezember geht es für die „Stadtkomödie“ nach Graz. Mit Hilde Dalik und Martina Ebm sind zwei Vorstadtweiber beim Sechsteiler „Alles finster“ dabei. Das Finale der „Vorstadtweiber“, zwar ohne Ebm, aber mit u.a. Dalik und Maria Köstlinger, startet am 10. Jänner. An den „Büchern der Nachfolge wird gearbeitet“, betont ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner. Ihre Nachfolge ist mit Stefanie Groiss-Horowitz bereits geklärt. Auch nach ihrem Abschied als Programm-Chefin werde Zechner dem Unternehmen erhalten bleiben, verriet sie.

„Starmania“ 2022 mit modernem Schlager

Die großen Shows bleiben den ORF-Zusehern ebenfalls erhalten. „Starmania“wird erneut Musiktalente präsentieren. Man habe die Show, so Hofer, aber weiterentwickelt. So soll das Publikum bei der im März 2022 startenden Ausgabe früher aktiv eingreifen können und musikalisch wolle man sich über den klassischen Pop auch Richtung moderner Schlager bewegen. Das werde sich auch in der Besetzung der Jury zeigen, verspricht Hofer.

Dass historische Stoffe derzeit Hochkonjunktur haben, spiegelt sich im ORF-Programm. Der Sender verlässt sich mit Robert Dornhelm auf einen Kenner. Er zeichnet nicht nur für die drei neuen Folgen von „Vienna Blood“verantwortlich, sondern auch für das Finale des Fünfteilers „Maria Theresia“ (voraussichtlich am 6. Jänner), in dem Ursula Strauss in die Rolle der Monarchin schlüpft. Und was wäre die österreichische Geschichte ohne Kaiserin Elisabeth? Einen „neuen, zeitgemäßen Blick“auf sie verspricht der ORF mit dem Sechsteiler „Sisi“ mit Dominique Devenport und Jannik Schürmann.

In Sachen Humor greift man am Küniglberg auf Bewährtes und schickt Peter Klien wieder aufs politische Parkett, das er ab 14. Jänner 2022 immer freitags kommentiert.

Tourismusschub, weitere Schätze und Liebeleien

Wie in allen Programmbereichen müssen die Zuschauer auch beim Thema Wissen nicht auf Bekanntes verzichten und dürfen sich regelmäßig an „Universum“ oder „Menschen & Mächte“erfreuen. An das schicksalhafte Treffen am 20. Jänner 1942 erinnert der Film „Die Wannseekonferenz — Protokoll des Grauens“. Zu sehen am 24. Jänner.

Dem Tourismus einen Schub geben soll sicher die bereits erprobte Show „Ein Sommer in Österreich — Urlaub in Rot-Weiß-Rot“, bei der Silvia Schneider und Armin Assinger durch heimische Gefilde führen. Auch „9 Plätze – 9 Schätze“bleibt den Fernsehfans erhalten, ebenso wie „Liebesg’schichten und Heiratssachen“.

Auch wenn Kultur und Sport derzeit auf viele Veranstaltungen verzichten müssen, der ORF wird im kommenden Jahr Höhepunkte der Bereiche auf den TV-Bildschirm liefern. Vom Neujahrskonzert über die Salzburger Festspiele bis zur Fußball-WM und den Olympischen Winterspielen.

Die „Zeit im Bild“ wird voraussichtlich im Herbst 2022 einen neuen Look — inklusive neuem Studio — bekommen. Das digitale Angebot will der ORF weiter ausbauen, der geplante ORF-Player solle — sobald er nach Anpassung des ORF-Gesetzes vollumfänglich in Betrieb gehen darf — jedoch nichts aus dem linearen Programm „wegnehmen“, sondern ergänzen und ausweiten, so Zechner.

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