Academy Museum öffnet 2021 mit Schau über Hayao Miyazaki

Das neue Academy Museum of Motion Pictures in Los Angeles soll im April 2021 mit einer Schau über den japanischen Zeichentrick-Regisseur Hayao Miyazaki (“Prinzessin Mononoke”) eröffnet werden. Die Museumsleitung gab Einzelheiten zu der Ausstellung bekannt. Es ist das erste Museum in Nordamerika, dass die jahrzehntelange Arbeit des 79-jährigen Filmemachers mit einer großen Retrospektive würdigt.

Dem Kuratoren-Team gehört die Deutsche Jessica Niebel an, die vor ihrem Wechsel nach Los Angeles beim Frankfurter Filmmuseum tätig war. Die Sonderausstellung sei so konzipiert, dass sie den größten Miyazaki-Fans aber auch den Besuchern, die sein Werk noch nicht kennen, gefallen soll, sagte Niebel in einer Mitteilung. Neben Filmpräsentationen gibt es mehr als 300 Exponate, darunter Zeichnungen, Figuren, Poster, von denen einige bisher nur in Japan zu sehen waren.

Die Eröffnung des Museums der Filmakademie, die alljährlich die Oscars verleiht, hatte sich mehrfach verzögert. Nun ist der 30. April 2021 geplant, wenige Tage nach dem Termin für die 93. Oscar-Gala.

2012 hatten die Oscar-Akademie und der italienische Stararchitekt Renzo Piano die Pläne für das ehrgeizige Projekt verkündet. Stars wie Steven Spielberg und George Lucas aber auch Filmstudios, Stiftungen und Firmen spendeten Millionenbeträge für den Bau. Auf knapp 30.000 Quadratmetern sollen Teile der Sammlung der Oscar-Akademie zu sehen sein, darunter Filme, Drehbücher, Requisiten und Kostüme. In einer großen Kugel-Konstruktion gibt es ein Großraumkino mit 1.000 Plätzen.

Kultregisseur Miyazaki, Mitbegründer des legendären Zeichentrickstudios Ghibli in Tokio, ist durch seine visuell atemberaubenden Trickfilme wie “Prinzessin Mononoke” oder “Mein Nachbar Totoro” bekannt. “Chihiros Reise ins Zauberland” holte 2003 den Oscar als “Bester Animationsfilm”. Der letzte Film des Anime-Meisters war 2013 “Wie der Wind sich hebt”.

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