Achleitner: „Medizin und Technik treiben sich gegenseitig an“

Der neue MedTech-Inkubator bringt in Oberösterreich Ideen ins Rollen

„Heilen durch Technik“ bleibt mit den neuen Inkubator für MedTech-Start-ups nicht nur eine Floskel.
„Heilen durch Technik“ bleibt mit den neuen Inkubator für MedTech-Start-ups nicht nur eine Floskel. © adobe.stock.com-adam121

Vom Betroffenen zum Medtech-Unternehmer – das hat Klaus Grübl mit seinen Start-up Pansatori aus Braunau am Inn und seinem Medizinprodukt „ForgTin“ mithilfe des MedTech-Piloprogramms des tech2b-Inkubators des Landes OÖ und des Medizintechnik Clusters der Standort-Agentur Bizup erreicht. Nun wird das Gründungsprogramm fixer Bestandteil von tech2b.

Heilen durch Technik

„Ich hatte selbst einen Tinnitus. Durch Zufall bin ich dann auf die Idee gekommen“, so Grübl. Der ums Ohr getragene Bügel übt Druck auf drei Wirkungspunkte aus und sorgt so für das „Verlernen“ und „Vergessen“ des Tinitus.

Eine weitere Innovation stammt vom Linzer Betrieb blockhealth, die mit der App „Vivellio“ eine einfachere Arzt-Patienten-Kommunikation ermöglicht und Gesundheitsdaten dokumentiert. „Heilen durch Technik“ trifft wie es Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner kürzlich nannte, besonders auf diese Erfindungen zu.

Diese Start-ups gehören zu den sechs neu gegründeten Unternehmen, die durch den MedTech-Inkubator tatkräftig unterstützt wurden, so tech2b-Chef Raphael Friedl. Von den 30 Bewerbern wurden 13 Start-ups aufgenommen. In Summe kamen 1,8 Mio. Euro Forschungsförderung und 1,1 Mio. Euro Privatinvestments zustande.

„Medizin und Technik sind gegenseitige Treiber, mit dem fixen Angebot wird der Medizin-Technik-Standort Oberösterreich gestärkt“, unterstrich Achleitner. Oberösterreichweit hat die Branche mehr als 60 Betriebe mit einem jährlichen Umsatz von 2,6 Mrd. Euro.

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