Achtsamkeit hilft gesund zu bleiben

Auch achtsames Essen kann man lernen

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Nie zuvor haben Themen wie Achtsamkeit und innere Balance einen derartigen Hype erlebt, auch in Bezug auf Ernährung wird ein gemeinsames Ziel verfolgt: Dem Menschen zu Gesundheit und Ausgeglichenheit zu verhelfen.
„Achtsamkeit kann als Form der Aufmerksamkeit verstanden werden, die darauf abzielt, die Wahrnehmung im Hier und Jetzt zu schärfen, um in Zeiten der Reizüberflutung gesund zu bleiben und Leiden zu vermindern. Ursprünglich aus der buddhistischen Lehre, ist sie in unserem Kulturkreis im Rahmen verschiedener Psychotherapiemethoden bekannt geworden“, erklärt Sandra Stelzmüller, Diätologin sowie Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision.

„Wenn ich esse, dann esse ich“

„Aus der Hirnforschung wissen wir, dass unser Körper mehrmals täglich einen Wechsel aus An- und Entspannung braucht. Zentral bei dieser bestimmten Form von Aufmerksamkeit ist, dass sie sich auf den gegenwärtigen Moment bezieht und wertfrei ist, nach dem Motto ,wenn ich esse, dann esse ich, wenn ich gehe, dann gehe ich’“, so Stelz-müller.
Da wir im Laufe des Erwachsenwerdens zunehmend von Außenreizen wie Werbung, Essen in Gesellschaft, Vielfalt und Menge der Lebensmittel oder angenehme Gerüche zum Essen animiert werden, ist es wichtig, zwischen Ess-Impulsen aus dem Körper – Hunger und Sättigung – und äußeren Einflüssen zu unterscheiden. „Hunger, das heißt ein knurrender Magen und schlechte Laune, geht mit einem niedrigen Blutzuckerspiegel einher. Aber auch der Bedarf an Nährstoffen kann ein Hungergefühl bzw. Appetit auslösen, meist verbunden mit einer spezifischen Lust auf bestimmte Lebensmittel“, so die Diätologin. Das komplexe Zusammenspiel der Nervenverbindungen sowie Übertragung von Botenstoffen zwischen unserem Gehirn und dem sogenannten „Bauchhirn“ ist jedoch noch nicht restlos erforscht.