Markus Ebert

Meinung

von Markus Ebert

Achtung, Relativierer

Aus der griechischen Mythologie kennt man den Begriff des Danaergeschenks — es bringt, siehe Trojanisches Pferd — dem Empfänger Unheil und Schaden.

Sieht man sich den nun gestarteten blauen Feldzug gegen den „Corona-Wahnsinn“ an, drängt sich der Gedanke an ein solches Danaergeschenk geradezu auf. Die FPÖ geißelt die gegen die Ausbreitung des Virus gesetzten Maßnahmen, der Regierung wirft sie die Verbreitung von Todesangst vor.

Was offenbar in die Köpfe der in dieser Sache wortführenden Abgeordneten Herbert Kickl, Michael Schnedlitz oder Dagmar Belakowitsch nicht hineingeht: Die Szenarien von unzähligen Kranken, vielen Toten und dem Kollaps des Gesundheitssystems sind deswegen bislang nicht wahr geworden, weil die nun als „Corona-Wahnsinn“ gegeißelten Maßnahmen gesetzt wurden.

„Die Relativierer sind zu fürchten, sie haben ein Danaergeschenk im Gepäck.“

Und weil die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung klüger ist als die FPÖ-Spitze, haben die Maßnahmen gegriffen, weshalb es nun Lockerungsschritte — unter Betonung der Eigenverantwortung — geben kann.

Die Relativierer, zu denen sich gestern im Nationalrat bemerkenswerterweise auch Ex-SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger gesellt hat, sind zu fürchten — sie haben ein Danaergeschenk im Gepäck.

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