Achtung vor Erkältung im Bad

Angesichts sommerlicher Temperaturen suchen viele Menschen Abkühlung beim Schwimmen. Doch gerade im Schwimmbad können sich Erkältungsviren schnell verbreiten. Damit das Badevergnügen nicht mit Husten, Niesen und Fieber im Bett endet, sollten Jung und Alt entsprechend vorbeugen.

Damit das Badevergnügen nicht mit einer Erkältung im Bett endet, heißt es einige einfache Regeln zu beachten. © shutterstock_VH-studio

Insbesondere gut frequentierte Freibäder, Seen und Strände sind eine ideale Brutstätte für Erkältungsviren. Denn überall dort, wo viele Menschen aufeinandertreffen, zirkulieren auch Viren vermehrt, beispielsweise über gemeinsam benutzte Gegenstände, Haltegriffe oder Sanitäranlagen.

Umso wichtiger ist es, sich und andere auch beim allseits beliebten Schwimmbadbesuch davor zu schützen. Speziell Kinder, ältere und durch Krankheiten geschwächte Menschen verfügen meist über einen geringeren Immun-Eigenschutz. Oberärztin Petra Löcker, Fachärztin für Innere Medizin im Klinikum Rohrbach, verrät, worauf besonders geachtet werden sollte.

Nasse Kleidung wechseln

Kühlt der Körper aus, haben Erkältungsviren und Co. besonders leichtes Spiel. „Nasse oder feuchte Kleidung sorgen dafür, dass der Körper auskühlt, man eher friert und das Immunsystem geschwächt wird.

Die Badebekleidung sollte daher nach dem Schwimmen immer möglichst gleich gewechselt werden“, so die Internistin. „Ähnliches gilt auch für nasse Haare. An heißen Tagen trocknen diese natürlich in der Sonne rasch, doch sobald die Temperaturen auch im Sommer etwas sinken, ist es ratsam, die Haare trocken zu föhnen.“

Auf Hygiene achten

Auch auf Hygiene sollten Eltern und erwachsene Begleitpersonen achten. Zwar übertragen sich Erkältungsviren nicht über das Wasser und Chlorzusätze in Schwimmbecken töten die meisten Keime ab.

Dennoch empfiehlt es sich, nach dem Schwimmen zu duschen, sich gut abzutrocknen und gleich die Kleidung zu wechseln. Ist das Duschen vor Ort nicht möglich, ist wenigstens eine ordentliche Handhygiene ratsam.

Nicht erkältet ins Bad

Bei ersten Anzeichen einer Erkältung rät die Medizinerin eher vom Schwimmbadbesuch ab. Grundsätzlich spricht zwar nichts dagegen, etwa mit leichtem Schnupfen zu schwimmen, wenn zusätzlich kein Fieber auftritt und der Körper nicht stark auskühlt. „Um aber gerade in Corona-Zeiten andere Personen nicht zu gefährden, sollte man weiterhin auch mit leichten Erkältungssymptomen besser zu Hause bleiben.

Außerdem greift insbesondere das Chlorwasser Haut, Augen und Nase an, was bei einer bestehenden Erkältung besonders unangenehm ist“, gibt Löcker zu bedenken. Werden die einfachen Regeln beachtet, steht dem ungetrübten Badespaß im Sommer nichts im Wege.

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