Achtung vor Wildunfällen im Herbst

Mobilitätstipp von ÖAMTC-Fahrtechnikexperten Franz Bruckmair

Mit dem Herbst steigt die Gefahr von Wildunfällen. „Trifft man mit 50 km/h auf einen 20 Kilogramm schweren Rehbock, wirkt eine halbe Tonne auf Fahrzeug und Fahrer, bei 100 km/h beträgt die Aufprallwucht zwei Tonnen“, erklärt Franz Bruckmair von der ÖAMTC Fahrtechnik.

Die größte Gefahr droht aber durch Ausweichmanöver. „Wenn man zum Beispiel im Gegenverkehr landet oder einen Baum am Straßenrand touchiert, sind die Folgen dramatischer als bei einem Zusammenstoß mit einem Wildtier.“ Am häufigsten passieren Wildunfälle in der Dämmerung, Bewuchs am Straßenrand erhöht die Unfallgefahr. Entscheidend ist nicht nur die Sicht nach vorne, sondern auch die Sicht seitlich neben dem Fahrzeug.

„Sieht man ein Wildtier, muss man die Geschwindigkeit reduzieren, das Fernlicht ausschalten und hupen. Hat das Tier die Fahrbahn überquert oder läuft es davon, heißt es weiter vorsichtig sein, da Wildtiere meist in Gruppen unterwegs sind“, erklärt Bruckmair.

Nach einem Unfall mit einem Wildtier ist Folgendes zu tun: Nach Möglichkeit sofort an sicherer Stelle halten, Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen, Unfallstelle mit Pannendreieck absichern, eventuell verletzte Personen versorgen und so schnell wie möglich Polizei (oder wenn bekannt, den Jagdaufseher) verständigen, auch wenn das (verletzte) Tier weiterläuft.

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