Adriatief schaufelte Wasser ins Land: Unwetterschäden

Muren und Überflutungen: Betroffen waren vor allem die Bundesländer Wien, Niederösterreich und das Burgenland

WIEN — Ein Adriatief ist für die großen Regenmengen verantwortlich, die am Wochenende im Osten und Süden Österreichs niedergingen. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) regnete es in den vergangenen 72 Stunden in Wien, Niederösterreich, dem Burgenland, in der Steiermark und Kärnten zwischen 40 und 100 Millimeter. Stellenweise fiel doppelt so viel Regen wie in einem ganzen September. Eine Wetterberuhigung ist aber erst für Mittwoch in Sicht, teilte die ZAMG am Montag mit.

Im Großraum Wien sind in der Nacht auf Montag teils heftige Unwetter niedergegangen. In der Bundeshauptstadt gab es 50 Einsätze mehr als normalerweise. In NÖ waren die Bezirke Mistelbach, Korneuburg und Bruck/Leitha betroffen, letzterer mit der Stadt Schwechat und dem Flughafen. 45 Feuerwehren mit 550 Mann hatten etwa 150 Einsätze abzuarbeiten, teilte Franz Resperger vom Landeskommando NÖ mit. Er berichtete von vermurten Straßen, umgestürzten Bäumen und mehr als 50 Kellern, die ausgepumpt werden mussten. In Großmugl (Bezirk Korneuburg) schoss Schlamm von Äckern in Sturzfluten in den Ort. Eine Schlamm- lawine ist auch auf die B9 bei Fischamend (Bezirk Bruck/Leitha) abgegangen. Ein Auto wurde weg- geschwemmt. Im Burgenland rückten die Feuerwehren rund 60 Einsätzen aus. Insgesamt waren elf Gemeinden betroffen, die meisten davon im Bezirk Neusiedl am See.