Ärzte warnen: Immer mehr Menschen bekommen Hautkrebs

Aufgrund steigender Lebenserwartung ist Vorsorge im Kindesalter unerlässlich — Haberlander: Land OÖ unterstützt Präventionsmaßnahmen

LINZ — „Jedes heute geborene Mädchen wird statistisch 100 Jahre alt, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie ihren Hautkrebs noch erlebt“, sagt der Linzer Hautarzt und Vizepräsident der Ärztekammer für OÖ, Johannes Neuhofer. Vorsorgemaßnahmen schon im Kindesalter, wie etwa die Kampagne „Sonnenfeen on Tour“ der Krebshilfe OÖ in den Kindergärten seien daher unerlässlich.

„Über die wichtige Zielgruppe der Kinder erreichen wir auch die Eltern und Großeltern“, begrüßt Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander die gute Zusammenarbeit aller Akteure im Land ob der Enns. So werde auch heuer wieder ein gemeinsames Informationsschreiben an die Leitungen der Schulen, Horte, Kindergärten und Krabbelstuben geschickt, das darauf hinweist, wie wichtig effizienter Sonnenschutz ist und die bedeutendsten Verhaltensregeln aufzeigt.

Diese bestehen vor allem darin, die direkte Sonneneinstrahlung rund um die Mittagszeit zu meiden, sich mehrmals am Tag einzucremen, Kleidung und Sonnenbrille zu verwenden und sich möglichst im Schatten aufzuhalten.

In OÖ gibt es jährlich bis zu 70 Hautkrebs-Tote

Besonders gefährdet, am viel häufigeren weißen oder an einem schwarzen Hautkrebs (Melanom) zu erkranken, sind hellhäutige Personen sowie Menschen, bei denen eine erbliche Vorbelastung besteht. Österreichweit erkranken laut Helmut Kehrer, vom Ordensklinikum Elisabethinen Linz, rund 25.000 Personen an den beiden Hautkrebsarten. Bis 2030 erwarten die Experten einen Anstieg auf 30.000 bis 35.000 Erkrankungen. Zwischen 60 und 70 Todesfälle sind jährlich in Oberösterreich darauf zurückzuführen.

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