Afrikaner lernen oö. Know-how

Heimische Landwirtschaftsschulen vermitteln Wissenswertes für zu Hause

V. r.: LH Thomas Stelzer, ein Teilnehmer des landwirtschaftlichen Bildungsprojektes und Auma Obama
V. r.: LH Thomas Stelzer, ein Teilnehmer des landwirtschaftlichen Bildungsprojektes und Auma Obama © Land OÖ/Liedl

LINZ – Das Land OÖ unterstützt die kenianische Germanistin, Soziologin, Journalistin und Halbschwester des früheren US-Präsidenten Baraka Obama, Auma Obama, mit ihrer Stiftung „Sauti KUU“.

16 Jugendliche und Bauern aus Kenia, Uganda und Ghana sowie Mitarbeiter der Foundation absolvieren derzeit eine vierwöchige Ausbildung an vier oö. Landwirtschaftsschulen – in Mauerkirchen, Otterbach, Burgkirchen und am Ritzlhof in Ansfelden – samt Praktikumswoche auf den umliegenden Bauernhöfen.

„Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe“

Ziel des Oikocredit-Projekts ist es, den Teilnehmern Know-how u. a. im Bereich des Biolandbaus und der Viehwirtschaft zu vermitteln, damit das neu erworbene Wissen zu Hause angewendet und an andere weiter vermittelt werden kann. „Uns geht es um die Hilfe zur Selbsthilfe und den Aufbau von nachhaltigen Strukturen“, erläuterte LH Thomas Stelzer am Dienstag bei der Präsentation im Linzer Landhaus. Das Land finanziert das Projekt mit fast 24.000 Euro. Abgeschlossen wird die Ausbildung mit einem Zertifikat.

„Wir schätzen den Biolandbau zu wenig“

„Wir bauen bereits biologisch an, wissen das aber nicht wirklich wertzuschätzen“, sagte Obama. Denn die Arbeit an einem Schreibtisch in der Stadt sei für viele derzeit ein erstrebenswerteres Ziel. „Wichtig ist aber, dass die Jugendlichen lernen, wie man zum Beispiel Obst zu Marmelade oder Säften verarbeitet. Oder wie man aus Milch Joghurt und Käse macht“, schildert Obama.

Die Teilnehmer werden hier Konzepte erstellen, die sie zu Hause dann umsetzen sollen. Je nach den persönlichen Wünschen werden sie Einblick in den Gemüse- und Ackerbau, in die Milcherzeugung, die Viehwirtschaft aber auch in die Direktvermarktung in Theorie und Praxis bekommen, erläutert eine Vertreterin von Oikocredit.

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