Agrareinkommen stiegen um 2,2 Prozent

Vor allem in der Schweinehaltung stieg laut Statistik Austria der Produktionswert

Wermutstropfen Rinderproduktion: Diese war mit minus 4,5 Prozent erneut rückläufig.
Wermutstropfen Rinderproduktion: Diese war mit minus 4,5 Prozent erneut rückläufig. © Reikara - stock.adobe.com

Nach einem Rückgang 2018 sind die landwirtschaftlichen Einkommen im Vorjahr wieder leicht gestiegen. Laut zweiter Vorschätzung der Statistik Austria erhöhte sich heuer das durchschnittliche Einkommen je Arbeitskraft im Jahresvergleich real um 2,2 Prozent, nach einem Minus von 4,3 Prozent 2018.

Der Produktionswert stieg vor allem in der Schweinehaltung, Einbußen gab es indes in der Rinderproduktion. Insgesamt produzierten die österreichischen Agrarbetriebe Waren in Höhe von rund 7,6 Mrd. Euro, ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg in der tierischen Erzeugung um 2,8 Prozent sei heuer vor allem auf die gestiegenen Erlöse in der Schweinehaltung infolge der hohen Produktionsausfälle in Asien wegen der afrikanischen Schweinepest zurückzuführen, heißt es in der Aussendung am Freitag.

Stabil war die Milchproduktion, die Rinderproduktion mit einem Minus von 4,5 Prozent hingegen erneut rückläufig. Auch die pflanzliche Produktion stieg um 1,8 Prozent, denn trotz neuerlicher Trockenheit im Osten Österreichs nahm laut Statistik Austria die Erntemenge im Ackerbau gegenüber der dürrebedingten niedrigen Vorjahresernte wieder zu. Abgeschwächt wurde sie jedoch durch Produktionseinbußen bei Obst (inklusive Weintrauben) mit minus 25,9 Prozent und Wein mit minus 7,8 Prozent – allerdings „nach sehr guten Ergebnissen im Vorjahr“.

Um 1,3 Prozent weniger öffentliche Gelder

Die in den Einkommen berücksichtigten öffentlichen Gelder verringerten sich um 1,3 Prozent auf rund 1,5 Mrd. Euro. Den Rückgang führt die Statistik Austria vor allem auf den Wegfall der für 2018 gewährten Dürrehilfen zurück. Die Aufwendungen für Vorleistungen stiegen aufgrund von höheren Aufwendungen für Futtermittel und Dienstleistungen sowie gestiegene Düngermittelpreise um 1,3 Prozent.

Für Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger ist allerdings „keine Entspannung“ in Sicht: „Die Rahmenbedingungen für Österreichs Landwirtschaft werden von Jahr zu Jahr schwieriger“, erklärte Köstinger am Freitag mit Verweis auf „existenzbedrohende Situationen“ durch den Klimawandel und „instabile internationale Märkte“.

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