AK gegen Pläne zur Senkung der Körperschaftssteuer

Die Arbeiterkammer ist gegen die Pläne der Regierung zur Senkung der Körperschaftssteuer (KöSt). „Der Wirtschaft in Österreich geht es derzeit so gut wie schon lange nicht mehr, Steuergeschenke für Großunternehmen sind daher der falsche Weg“, sagte AK-Präsidentin Renate Anderl am Mittwoch. Profitieren würden nur die gewinnstärksten 5 Prozent der Firmen.

Derzeit beträgt die Körperschaftssteuer 25 Prozent vom Einkommen juristischer Personen – darunter fallen etwa Aktiengesellschaften, GmbHs, Genossenschaften oder Vereine. Eine Senkung des Satzes auf 20 Prozent koste 1,5 Mrd. Euro, so die AK. Wenn man die begünstigte Besteuerung nicht entnommener Gewinne mitrechne, seien es bis zu 2 Mrd. Euro. „Mit diesem Geld könnte man allen Beschäftigten in Österreich drei Tage zusätzlichen Urlaub gewähren.“

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Die große Mehrheit der Firmen in Österreich würde nur wenig von der Senkung der Körperschaftssteuer haben, kritisiert die Arbeiterkammer. Die gewinnstärksten 5 Prozent der Betriebe zahlten 80 Prozent der KöSt.